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Schülerin würgt und schlägt Lehrerin

Vorfall im Klassenraum Schülerin würgt und schlägt Lehrerin

Immer häufiger werden Schüler gegen Lehrer ausfallend oder gewalttätig. Betroffen sind alle Schulformen, verdichtet treten diese Probleme jedoch in Brennpunktschulen auf. Jetzt sind am Amtsgericht Hannover zwei krasse Fälle verhandelt worden, bei denen Jugendliche zu Arreststrafen verurteilt wurden.

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Hannover. Eine 15-jährige Förderschülerin hatte eine Lehrerin gewürgt, getreten und als „Hitler-Schlampe“ sowie „Hure“ beschimpft. Ein 15-jähriger Oberschüler fasste einer Referendarin an einer Stadtbahnhaltestelle an die Brust, machte Kuss- und Masturbationsbewegungen und bot ihr Geld für Liebesdienste an. Beide Schüler sind Roma. Das Mädchen hat einen deutschen, der Junge einen rumänischen Pass.

Jugendliche zeigt keine Einsicht

Der erste Fall spielte sich im März in einem Klassenraum einer hannoverschen Förderschule ab. Die 15-Jährige kam in einer Pause in den Raum einer Nachbarklasse, um sich die Haare zu frisieren. Weil die Lehrerin noch mit anderen Schülern redete, bat sie die Jugendliche, den Raum zu verlassen. Diese weigerte sich, und es kam zu einem Wortwechsel, der schließlich ausartete. Das Mädchen zog so kräftig am Schal der 44-Jährigen, dass diese Würgemale davontrug, schlug ihr ins Gesicht, riss ihr am Pulli und trat ihr gegen den Oberschenkel. Hinzu kamen unflätige Beschimpfungen.

Vor Gericht zeigte sich die wegen Körperverletzung und Beleidigung angeklagte Jugendliche völlig uneinsichtig und bezichtigte die Lehrerin der Lüge. Allerdings hat das Mädchen schon acht Schulen besucht und bereits mehrfach Pädagogen beleidigt. Jugendrichter Jens Buck verurteilte die 15-Jährige zu einer Woche Dauerarrest, den sie nun in Verden absitzen muss. „Sie müssen lernen, Amtsträger zu respektieren“, ermahnte sie Buck, „sonst haben Sie keine Chance, einen Schulabschluss zu erlangen und in dieser Gesellschaft ein selbstbestimmtes Leben zu leben.“

In dem anderen Fall stand ein 15-jähriger Oberschüler wegen Beleidigung auf sexueller Basis vor Gericht. Er war im Januar einer Referendarin entschieden zu nahe getreten, nach Schulschluss an einer Haltestelle. Der Jugendliche machte ihr, feixend und laut vernehmlich, unsittliche Angebote, wollte die 22-Jährige sogar umarmen. Wie sie sagte, habe sie sich hilflos und äußerst peinlich berührt gefühlt. Immerhin kamen der Lehrerin drei Klassenkameraden des Jungen zu Hilfe, die ihn von ihr wegzogen.

Opfer fühlt sich peinlich berührt

Dieser Jugendliche stammt aus einer Roma-Familie, die im Stadtteil Burg lebt und schon häufig Kontakt mit der Justiz hatte. Auch er selbst ist kein unbeschriebenes Blatt, ist bereits sechsmal wegen Eigentumsdelikten aufgefallen. Buck verurteilte ihn zu einem Wochenende Arrest und fünf Tagen Hilfsdiensten. „Frauen sind mit Respekt zu behandeln und keine Sexualobjekte“, gab er dem 15-Jährigen mit auf den Weg. Sollte so etwas noch einmal passieren, erwarte ihn eine wesentlich härtere Strafe.

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