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Schülerinnen beschäftigen sich mit Architektur und Design

Ferien-Workshops Schülerinnen beschäftigen sich mit Architektur und Design

60 Schülerinnen und Schüler haben sich in den Ferien mit den Themen beschäftigt, die in den Lehrplänen nicht vorgesehen sind. Bei den Arbeiten in den Bereichen Architektur, Kunst, Produkt- und Modedesign konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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So macht Nähen Spaß: Anne Bernhold von der Schillerschule.

Quelle: Ralf Decker

Hannover. Emely hat ein Penthouse mit großem Dachgarten für den Köbelinger Markt entworfen, in dem eine reiche Dame mit Hund leben soll. „Das ist schließlich ein teurer Wohnort, mitten in der Stadt“, sagt die 17-Jährige vom Gymnasium Neustadt. Die 14-jährige Sophie von der Sophienschule dagegen setzt auf Familien in dieser Innenstadtlage. In ihrem dreieckigen Doppelgeschossbau würde sie selbst natürlich die Gebäudeecke wählen, von der sie aus den voll verglasten Wänden den Überblick zur Markthalle im Westen und zur Aegidienkirche im Osten hat. Unter Anleitung von Architekturprofessor Ekkehard Bollmann haben sich die Schüler als „Urbanauten“ in ihrer Ferienzeit mit Themen beschäftigt, die der schulische Lehrplan ihnen vorenthält – und das auf einem Niveau, dass Hochschullehrer staunen. „Mir sind in den Workshops Fragen gestellt worden, auf die zuweilen Zweitsemester nicht kommen“, sagt Tim Oelker, Designlehrer an der Fachhochschule Hannover.

60 Schüler beschäftigen sich in den Ferien mit den Themen, die in den Lehrplänen nicht vorgesehen sind. Bei den Arbeiten in den Bereichen Architektur, Produkt- und Modedesign können die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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Es ist ein erstaunliches Projekt, das mit viel ehrenamtlichem Enthusiasmus und ganz ohne Geld aus öffentlichen Kassen entstanden ist. 60 Kinder haben sich eine Woche lang in Projektgruppen mit Architektur und Produktdesign, Aktzeichnen und dem Fertigen von Plastiken sowie Modedesign beschäftigt. Wobei es nicht um kindliche Bastelarbeiten oder spielerisches Experimentieren ging, sondern um praxisorientiertes Arbeiten. Am Anfang stand detailreiche Recherche, am Ende wurde alles in dreidimensionale Computerprojektionen übertragen, „Die Ergebnisse haben Produktionsreife“, sagt Achtsemesterstudent Christopher Camillon-Czichy, der bei der Betreuung der Produktdesignergruppe mitgeholfen hat. Das Team hatte die Aufgabe, neuartige Schalen für eine Unimensa zu entwerfen, aber auch auf Materialität und Farbe und den späteren Fertigungsprozess zu achten.

25 Betreuer, vielfach Hochschuldozenten oder Mitarbeiter der hannoverschen Museen (Sprengel Museum, Museum August Kestner, Landesmuseum), Architektenkammer, des Kunstvereins und des Multimediamobils haben sich um 60 Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren gekümmert. „Das ist natürlich ein exorbitant gutes Verhältnis“, sagt Initiator Hansjörg Rümelin. Er ist in der Landesschulbehörde für Lehrerbildung zuständig, hat das Projekt aber mittlerweile im zweiten Jahr in seiner Freizeit auf die Beine gestellt. „Im Bereich der Bildenden Kunst gibt es viele Angebote – aber wir wollten echte Lücken schließen“, sagt er. Als offizieller Träger dient die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ), Förderer ist die VGH-Stiftung.

120 Schüler hatten sich beworben. Lisa Schlegel ist eine von denen, die das Losglück hatten. Stolz zeigt sie ihre Ton­skulptur „Was die Menschen wollen“: Eine Menge drängt sich um ein symbolisches Herz, kann es aber nicht erreichen. Anne Bernhold dagegen hat sich mit Modedesign beschäftigt. Aufwendig barocke Kleidung, aber auch Alltagstextilien hat die Gruppe gefertigt – aus Altkleidern, die das Fairkaufhaus zur Verfügung gestellt hat. „Das hat riesig Spaß gemacht“, sagt die 16-Jährige: „Ich glaube, so etwas könnte ich mir als Beruf vorstellen.“

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