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Schützenfest Hannover: Auch die Wasserbahn kommt nicht

Absage Schützenfest Hannover: Auch die Wasserbahn kommt nicht

Die Betreiber der Wildwasserbahn haben sich entschieden, ihr Schaugeschäft anstatt auf dem Schützenfest in Hannover in dem bayerischen Aschaffenburg mit rund 70.000 Einwohnern aufzubauen. „Wir fühlen uns dem Schützenfest in Hannover verbunden und haben von Jahr zu Jahr noch abgewartet. Doch am Ende ging es wirtschaftlich einfach nicht länger“, sagte Thomas Meyer, Juniorchef der Wildwasserbahn.

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In diesem Jahr gibt es keine Wildwasserbahn auf dem Schützenfest in Hannover.

Quelle: Michael Thomas (Archiv)

Nächste Absage eines traditionsreichen großen Schaugeschäftes für das Schützenfest: Neben dem Unternehmen Steiger, das mit seinem „weltgrößten transportablen Riesenrad“ erstmals nach 30 Jahren nicht mehr kommt, haben sich auch die Betreiber der Wildwasserbahn dieses Jahr gegen Hannover entschieden, die mittlerweile immerhin auch schon 25 Jahre Dauergäste auf dem Platz waren. Während das Riesenrad zur Schützenfestzeit wohl in die Metropole Hamburg abwandern wird, stellt der Konkurrenzstandort für die Wildwasserbahn indessen nicht einmal eine der Städte dar, mit denen Hannover sich sonst messen würde: Das kleine bayerische Aschaffenburg mit rund 70.000 Einwohnern hat der Landeshauptstadt den Rang abgelaufen.

Nun wird das Betreiberunternehmen Meyer-Steiger aus München statt beim Schützenfest vom 17. Juni bis zum 27. Juni auf dem Aschaffenburger Volksfest zu Gast sein, das vergangenes Jahr gerade mal 500.000 Besucher zählte. Auf das Schützenfest, für das zu Hochzeiten schon mal bis zu zwei Millionen Besucher die Zielmarke waren, kamen selbst im Krisenjahr 2010 noch drei Mal so viele Gäste wie in Aschaffenburg. Doch die Umsätze in Hannover hätten unterm Strich angesichts der größeren Konkurrenz auf dem Schützenplatz nicht mehr gestimmt, sagt Thomas Meyer, Juniorchef der Wildwasserbahn. Der Schausteller bedauert die Absage: „Wir fühlen uns dem Schützenfest in Hannover verbunden und haben von Jahr zu Jahr noch abgewartet. Doch am Ende ging es wirtschaftlich einfach nicht länger.“

Auch das Aschaffenburger Volksfest habe einige Jahre Probleme mit den Besucherzahlen gehabt, sagt Meyer. „Da wurde das Ganze dann mit einem einheitlichen Marketingkonzept voll in die Hand der Stadt genommen, und seitdem hat sich die Lage wieder verbessert.“ Dass die hannoversche Stadtverwaltung nach den enttäuschenden Besucherzahlen im vergangenen Jahr letztlich auf die gleiche Strategie eingeschwenkt ist, habe für die Standortentscheidung seines Unternehmens leider keine Rolle mehr spielen können, sagt Meyer. „Die Sache ist jetzt auch in Hannover auf dem richtigen Weg, aber als wir die Nachricht erhielten, hatten wir unsere Planung schon gemacht.“

Wie berichtet, wird in der Stadtverwaltung unter Federführung von Klaus Timaeus, Leiter des Oberbürgermeisterbüros und seit November zusätzlich Geschäftsführer des Vereins Hannoversches Schützenfest, derzeit ein Konzept zur Neubelebung und Steigerung der Attraktivität des Festes erarbeitet. Es soll in der ersten Februarwoche vorgestellt werden.

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