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Schützenfest fällt wegen zu hoher Auflagen aus

Misburg Schützenfest fällt wegen zu hoher Auflagen aus

In Misburg und den angrenzenden Stadtteilen gibt es derzeit nur ein Thema: Die überraschende Absage des für den 28. Mai geplanten Schützenumzugs durch Misburg und des Stadtteil- und Schützenfestes. Der Grund: Hohe Sicherheitsauflagen.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Zu hohe Sicherheitsauflagen der Polizei und die damit verbundenen Kosten hätten zu dem überraschenden Schritt geführt, erklärten die Macher der Veranstaltungen. Die Polizei weist den Vorwurf zurück und spricht von einem Missverständnis.

Auf der Internetseite der Schützengesellschaft Misburg von 1862 schreibt der Verein: „In einem gemeinsamen Gespräch mit den Organisatoren sind wir zu dem Ergebnis gekommen, die Großveranstaltung für den Stadtbezirk Misburg ausfallen zu lassen“, schreibt der Vereinsvorsitzende Frank Beetz auf der Seite. Achim Lotsch organisiert das Stadtteil- und Schützenfest gemeinsam mit einem Partner seit mehr als 20 Jahren. Der Schritt, das Fest ausfallen zu lassen, schmerzt auch ihn. „Wir haben aber keine andere Möglichkeit“, sagt er. Für die Sicherheit der Gäste sorgten in der Vergangenheit einige bezahlte Sicherheitskräfte sowie Helfer der Freiwilligen Feuerwehr. „Vor Ostern haben wir von der Polizei die neuen Bestimmungen erhalten“, sagt Lotsch. Jetzt sollen die Organisatoren für die Feste 22 Security-Mitarbeiter beschäftigen - so verlange es die Behörde. „Das kostet uns rund 10 000 Euro - bei einem Gesamtbudget von 27 000 Euro“, sagt Organisator Lotsch.

Seit dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg müssen Veranstalter ein Sicherheitskonzept einreichen - so auch die Planer des Misburger Stadtteilfestes. „Darin wollten sie der Polizei Aufgaben übertragen, die in der Regel von einem ehrenamtlichen Ordnungsdienst übernommen werden. Das haben wir angemerkt“, sagt Uwe Lange, der Leiter des Dezernats Einsatz und Verkehr der Polizeidirektion. In dem Schreiben der Behörde sei allerdings tatsächlich nur von einem Sicherheitsdienst die Rede. Dass auch Ehrenamtliche die Aufgabe übernehmen können, stand dort nicht. „Das ist ein Fehler, den ich bedauere“, sagt Lange.

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