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Aus der Stadt Oberstufe an IGS Büssingweg wahrscheinlicher
Hannover Aus der Stadt Oberstufe an IGS Büssingweg wahrscheinlicher
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00:15 18.10.2015
Von Saskia Döhner
Viel Lob zum Abschied: Schuldezernentin Marlis Drevermann. Foto: Wilde Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das geplante Oberstufenzentrum an der Integrierten Gesamtschule Büssingweg, wo von nächstem Sommer an auch Abiturienten der IGS List und der IGS Vahrenheide/Sahlkamp unterrichtet werden sollen, hat die nächste Hürde im langwierigen Genehmigungsverfahren genommen. Schuldezernentin Marlis Drevermann gab gestern im Schulausschuss das Ergebnis einer Elternbefragung bekannt, die von der Landesschulbehörde gefordert worden war.

Befragt worden waren knapp 1000 Eltern mit Kindern in den Jahrgängen 8 bis 10, 75 Prozent von ihnen schickten die Fragebögen zurück. 85 Prozent dieser Eltern wollen ihre Kinder auf das Oberstufenzentrum schicken. Danach wird ein vierzügiges Oberstufenzentrum für rund 100 Schüler benötigt. Derzeit haben im Stadtgebiet von den staatlichen Gesamtschulen nur vier auch eine Oberstufe, und zwar die IGS Linden, die IGS Mühlenberg, die IGS Kronsberg und die IGS Roderbruch. An der Freien Evangelischen Schule in Bothfeld, eine Kooperative Gesamtschule in privater Trägerschaft, gibt es seit diesem Schuljahr eine Oberstufe, die mit zunächst 26 Schülern im 11. Jahrgang gestartet ist. Auch die Montessorischule in der Südstadt plant zum nächsten Schuljahr die Errichtung einer Oberstufe.

Noch mehr Oberschulen: Nicht nur die Pestalozzischule in Anderten und die Heisterbergschule in Ahlem, sondern auch die Peter-Ustinov-Schule in Oberricklingen will Oberschule werden. Das verkündete Dezernentin Drevermann am Mittwoch. Weil die Anmeldezahlen an Haupt- und Realschulen zurückgehen, will die Stadt sie in sogenannte Stadtteilschulen umwandeln. Diese Schulen in der Rechtsform einer Oberschule haben an mindestens zwei Tagen in der Woche ein verpflichtendes Nachmittagsangebot. Derzeit wird das Konzept der Stadt in den Bezirksräten diskutiert, der Schulausschuss soll sich im November damit befassen.

Kritik am Medienplan: Die CDU bemängelte, dass die Stadt nur an sechs Pilotschulen das digitale Lernen ausprobieren will. „Damit bleiben die meisten Schulen in der Steinzeit“, sagte Maximillian Oppelt. Für 2,5 Millionen Euro sollen zunächst die Humboldt-, die Käthe-Kollwitz- und Helene-Lange-Schule, die IGS Linden, die Gerhart-Hauptmann-Realschule und die Egestorffschule mit WLAN, Breitbandanbindung und Tablets für Schüler ausgestattet werden.

Abschied von Drevermann: In ihrer letzten Schulausschusssitzung bekam die Dezernentin Lob von allen Seiten. „Es war mir eine Freude und ein großes Anliegen, für Bildung in Hannover zu arbeiten“, sagte sie.

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