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Appell

Schuldezernentin: "Land muss mehr für IGS tun"

Von Mathias Klein

Schuldezernentin Marlies Drevermann hat das Land erneut aufgefordert, auch kleinere Integrierte Gesamtschulen (IGS) mit vier statt der bisher verlangten fünf Parallelklassen zuzulassen. „Für Neubauten haben wir weder die Zeit noch das Geld“, sagte Drevermann am Donnerstagvor Journalisten an die Adresse von Kultusminister Bernd Althusmann.
Schuldezernentin Drevermann forderte die Landesregierung auf, die Schuldebatte ideologiefrei zu führen, und den Elternwillen zu beachten.

Schuldezernentin Drevermann forderte die Landesregierung auf, die Schuldebatte ideologiefrei zu führen, und den Elternwillen zu beachten.

© Tim Schaarschmidt (Archiv)

Die Sorge, dass die Oberstufen dieser Gesamtschulen zu klein werden könnten, hat Schuldezernentin Marlies Drevermann nicht. Sie schlug die Bildung eines gemeinsamen Oberstufenzentrums für mehrere integrierte Gesamtschulen vor.

Die Schuldezernentin machte deutlich, dass der Andrang auf die Ganztagsschulplätze in der Landeshauptstadt immer größer werde. Als Beispiel nannte sie das Ganztagsschulangebot bei den Grundschulen, an dem sich im kommenden Schuljahr zunächst neun Schulen beteiligen. Dafür lägen deutlich mehr Bewerbungen vor, als die 50 Plätze pro Schule. Drevermann forderte die Landesregierung auf, die Schuldebatte ideologiefrei zu führen, und den Elternwillen zu beachten.

Dem stimmte das Kultusministerium gestern prinzipiell zu. Eine Fortführung ideologischer Schulstrukturdebatten sei hinderlich, sagte eine Sprecherin. Nötig sei ein differenziertes Schulangebot, dass den jeweiligen regionalen Besonderheiten Rechnung trage. Die Sprecherin verwies auf eine vom Ministerpräsidenten eingesetzte Kommission.

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  • Hoffnungsträger Gerhard Klobe – 09.07.10
    In der Tat ist McAllister für mich in dieser Frage zum Hoffnungsträger geworden, Wulff wollte erst nicht und konnte dann nicht mehr über seinen Schatten springen.
    Zeit das sich was dreht.
  • Mehr IGS'n Anette – 09.07.10
    Es wäre gut, wenn die Kommission rechtzeitig zu vernünftigen Ergebnissen kommt, damit es zum nächsten Schuljahr mehr Gesamtschulen geben kann. Ministerpräsident McAllister hat offensichtlich erkannt, dass es so nicht weitergehen kann.
  • Gleiche Chancen Willy Wurm – 09.07.10
    Aus Gerechtigkeitsgründen ist der Forderung nach der Errichtung von Gesamtschulen die drei- oder vierzügig zuzustimmen.

    Auf der anderen Seite müssen aber Gesamtschulen nach den gleichen Bedingungen arbeiten wie die Schulen im dreigliedrigen Schulsystem auch. Also gleiche finanzielle Ausstattung, gleiche Zuweisung von Lehrerstunden, gleicher Anteil an Betreuungskräften, Sozialarbeitern, usw. Und: es gilt für alle weiterführenden Schulen: Abitur nach 13 Schuljahren. Wenn das politisch nicht umsetzbar ist, dann müssen auch Gesamtschüler nach 12 Jahren Abitur machen.
    Und wenn in allen Punkten "Waffengleichheit" herrscht, dann kann erst überprüft werden, ob die IGS die bessere Schulform ist...

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