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Hannover investiert 520 Millionen Euro

Schulen, Kitas, Wohnungen Hannover investiert 520 Millionen Euro

Die Stadt Hannover startet eine Investitionsoffensive. Auf zwei Milliarden Euro schätzt die Rathausspitze den Bedarf der wachsenden Stadt in den kommenden zehn Jahren. Das Gros der Summe enfällt auf die Sanierung und den Neubau von Schulen (740 Millionen Euro). 

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Quelle: dpa

Hannover. Aber auch in die Straßenerneuerung (270 Millionen Euro) und in den Erhalt öffentlicher Gebäude (130 Millionen Euro) will die Stadt hohe Summen investieren. "Wir wollen Gebäude nicht erst sanieren, wenn die Substanz schon sehr angegriffen ist", sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) Hansmann bei der Vorstellung des Programms am Mittwochvormittag. Aus den Fehlern der achtziger und neunziger Jahre habe man gelernt, jetzt soll frühzeitig Geld in die Hand genommen werden, um die öffentliche Infrastruktur zu erhalten. 

Die Stadt Hannover startet eine Investitionsoffensive. Auf zwei Milliarden Euro schätzt die Rathausspitze den Bedarf der wachsenden Stadt in den kommenden zehn Jahren. Sehen Sie hier zahlreiche Info-Grafiken. 

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Damals hatte die Stadt kaum in die Erhaltung von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden investiert,  um Geld zu sparen. Am Ende rächte sich die Zurückhaltung, denn der Sanierungstau wurde immer größer. 

Einen Teil der Ausgaben finanziert die Stadt aus den laufenden Investitionen der kommenden Haushalte (rund 1,1 Milliarden Euro). Zudem nimmt Kämmerer Marc Hansmann neue Schulden auf, um ein Paket über 520 Millionen Euro zu schnüren. Bleiben noch 380 Millionen Euro, die bisher ohne Deckung sind. Wie diese Lücke finanziert werden soll, lässt der Kämmerer offen.

Wie hoch die Neuverschuldung für die Stadt Hannover ausfällt, ist noch unklar. "Wenn die positiven Trends für Hannovers Haushalt anhalten, dann können wir den größeren Teil der Summe von 520 Millionen Euro aus eigener Kraft aufbringen", sagt Hansmann. Für die aufzunehmenden Kredite wolle er einen Tilgungsplan erstellen.

Die Rathausspitze betont, dass ein Investitionsschub für Hannover unumgänglich ist. Die Bevölkerung wachse stetig, und dieser Trend stoppe auch nicht nach drei Jahren, sagt Hansmann. "Wir müssen heute investieren, um in einem Jahrzehnt genügend Kitas, Schulen, Wohnungen und andere wichtige Infrastruktur zu haben", sagt Schostok. 

So plant die Stadt, alle Grundschulen zu Ganztagsschulen auszubauen. Das allein verschlingt 52 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren. Auch in Hannovers Gymnasien und Gesamtschulen fließen etliche Millionen Euro. Den Wohnungsbau will die Stadt mit einer Finanzspritze von 20 Millionen Euro ankurbeln. Für einen Neubau des Freizeitheims Döhren rechnet der Kämmerer zehn Millionen Euro ein. Die Technik im Theater am Aegi erneuert die Stadt für fünf Millionen Euro. Für die Sanierung oder den Neubau des Misburger Bads hat die Stadt gut 16 Millionen Euro einkalkuliert, ein Neubau des Fössebads steht aber nicht auf der Liste. Die benötigten  rund 20 Millionen Euro für das Fössebad sollen aus einem anderen Topf kommen. "Wir wollen das Gesamtbudget für die Bädersanierung erhöhen", sagt Schostok.

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