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Aus der Stadt Straßenmagazin „Asphalt“ braucht Partner
Hannover Aus der Stadt Straßenmagazin „Asphalt“ braucht Partner
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06:30 20.07.2017
Von Bärbel Hilbig
Soll neue Kooperationen anbahnen: „Asphalt“-Geschäftsführer Georg Rinke.  Quelle: privat
Hannover

Dabei helfen soll der neue Geschäftsführer des Magazins, Georg Rinke, der seinen Posten Anfang Juli angetreten hat. Der 55-jährige gelernte Bankkaufmann hat lange als Bankier in Südafrika gearbeitet und später als geschäftsführender Gesellschafter die Möbelspedition Schloms in Hannover geleitet.

„Wir müssen wieder stärker in der Öffentlichkeit präsent sein“, sagt der Diakoniepastor. Da Rinke in der hannoverschen Geschäftswelt gut vernetzt sei, werde das sicher helfen, neue Unterstützer zu gewinnen. Nach dem Rückzug des vorherigen Geschäftsführers Reent Stade hatte Müller-Brandes zuletzt selbst ein halbes Jahr lang die Geschäfte geführt. Dabei hat er bereits die ersten Kooperationen eingefädelt. So wirbt etwa Fußball-Bundesligist Hannover 96 im Blatt, im Gegenzug berichtet „Asphalt“ mehrmals im Jahr über den Fußballverein.

„Die Verkäufer sind über die Kooperation mit 96 begeistert, weil sie selbst fast alle Fans sind“, sagt Rinke. Wichtigstes Ziel der Wirtschaftskontakte ist aber die Absatzsteigerung. „Unsere Verkäufer sollen in die Lage versetzt werden, mehr Magazine zu verkaufen, denn sie leben zu einem großen Teil von dem Geld, das sie verdienen.“

Rinke will verstärkt um Anzeigenkunden, Spenden und Patenschaften für Projekte werben. Eines dieser Projekte ist ein „Sozialer Stadtrundgang“, bei dem „Asphalt“-Verkäufer Gruppen zu Hilfseinrichtungen und sozialen Brennpunkten führen.

Rinke will Unternehmen dafür gewinnen, an bestimmten Tagen einen Verkäufer des Straßenmagazins vor das Tor zu lassen. „Per Haussprechanlage könnten die Mitarbeiter darauf hingewiesen werden.“ Müller-Brandes hat bereits erreicht, dass einige Rewe-Märkte mit einem Aufkleber darauf hinweisen wollen, dass vor dem Geschäft das „Asphalt“-Magazin verkauft wird.

Das monatlich erscheinende Straßenmagazin wurde vor mehr als 20 Jahren in Hannover gegründet und ist in zehn Städten erhältlich. Die rund 160 Verkäufer, die alle soziale Leistungen oder eine knappe Rente beziehen, erhalten die Hälfte der Einnahmen aus dem Verkauf. Mit dem restlichen Geld bezahlt „Asphalt“ Journalisten, Vertrieb und einen Sozialarbeiter, der die Verkäufer unterstützt.

Eine WDR-Dokumentation schildert den unglaublichen Fall des Hochstaplers Marcel R., der unter anderem wegen Titelmissbrauchs und gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt wurde.

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