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Vergewaltiger muss über sieben Jahre in Haft

Schwangere in Ihme-Zentrum vergewaltigt Vergewaltiger muss über sieben Jahre in Haft

Weil er eine schwangere Frau an einem Fahrstuhlschacht im Ihme-Zentrum stundenlang brutal vergewaltigt hat, muss ein 27-Jähriger für sieben Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Strafe hat das Landgericht Hannover am Montag festgelegt.

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Der Mann habe der werdenden Mutter viele Schlägen ins Gesicht versetzt, die potenziell lebensgefährlich waren, sagte der Sprecher des Landgerichts Hannover.

Quelle: Ditfurth

Hannover. Der 27-jährige Nori N. ist Am Montag vom Landgericht Hannover wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Die 18. Große Strafkammer unter Vorsitz von Richter Volker Löhr sah es als erwiesen an, dass der aus Marokko stammende Flüchtling sein heute 22 Jahre altes Opfer im J uli 2015 in einem Treppenhaus im Ihme-Zentrum fast zwei Stunden lang missbraucht hatte. Die Frau war im siebten Monat schwanger; ihr Kind kam acht Wochen später unbeschadet zur Welt.

Der Täter hatte sein Opfer offenbar völlig willkürlich ausgewählt, war gegen drei Uhr morgens über die Frau hergefallen. Die Schläge gegen ihren Kopf ordnete ein Sachverständiger Montag als potenziell lebensbedrohlich ein. Ein Zeitungsausträger hatte die nur halb bekleidete, blutende Frau gegen fünf Uhr in einem Hauseingang in der Blumenauer Straße entdeckt.

Ein psychiatrischer Gutachter erklärte am Montag, dass N. aufgrund von vor Jahren in Libyen erlittenen Misshandlungen unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet; auch verlor N. damals ein Augenlicht. Der Marokkaner sei alkoholabhängig, so der Experte; während der Vergewaltigung habe N. aber nicht unter einer erheblich verminderten Schuld- oder Steuerungsfähigkeit gelitten.

Die Staatsanwaltschaft hatte ebenso wie Elif Gencay, Anwältin des Opfers, gut zehn Jahre Haft für N. gefordert. Verteidiger Philipp Kaiser plädierte für die Unterbringung seines Mandanten in einer Entziehungsanstalt – was das Gericht ablehnte. Volker Löhr verwies auf die erheblichen körperlichen und seelischen Schäden, die die langandauernde Vergewaltigung bei der Frau verursacht hat. Einbezogen in das Strafmaß wurde eine aus 2016 stammende Verurteilung von N. aus Witten. Auch im Ruhrgebiet hatte der Flüchtling eine Frau angegriffen, war aber von Zeugen gestoppt worden.     

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