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Fangprämien bald für alle Kontrolleure?

Üstra Fangprämien bald für alle Kontrolleure?

Im Konflikt um die sogenannten Fangprämien für Schwarzfahrer-Kontrolleure ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Üstra hält sich alle Optionen offen. Laut Sprecher Iwannek ist vorstellbar, dass das umstrittene System aufgegeben wird oder auch ausgeweitet wird.

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Wie geht es weiter mit ihren Prämien? Kontrolleure der Üstra-Tochter Protec.

Quelle: Koch/Archiv

Hannover. Die Üstra hat noch keine Entscheidung getroffen, wie sie künftig im Konflikt um die sogenannten Fangprämien verfährt, die die Schwarzfahrer-Kontrolleure zum Teil erhalten. „Wir werden das System prüfen und analysieren. Danach entscheiden wir, wie damit umgegangen wird. Diese Diskussion wird in alle Richtungen offen geführt“, sagt Sprecher Udo Iwannek. Dabei bedeutet „offene Diskussion“ nach Angaben von Iwannek, dass die Möglichkeiten bestehen, das Anreizsystem entweder aufzugeben, in seiner derzeitigen Form beizubehalten oder sogar auszuweiten. Dann könnten auch die Üstra-Kontrolleure in den Genuss von Prämien kommen.

Zuverdienst von bis zu 800 Euro

Anfang des Monats war bekannt geworden, dass Kontrolleure in Stadtbahnen schon seit Jahren Prämien für von ihnen ertappte Schwarzfahrer erhalten, obwohl die Üstra dies zuvor immer dementiert hatte. Zur Begründung hieß es, das Anreizsystem, wie es bei der Üstra genannt wird, existiere nur für die 20 der insgesamt 60 Fahrausweisprüfer, die bei der eigenen Tochter Protec beschäftigt sind. Diese können auf diese Weise auf einen monatlichen Zuverdienst von bis zu 800 Euro kommen. Kontrolleure, die direkt bei dem Nahverkehrsunternehmen angestellt sind, erhalten einen höheren Monatsverdienst und daher auch keine Prämien im Erfolgsfall.

Bundesweit gibt es laut Fahrgastverband Pro Bahn kein weiteres Nahverkehrsunternehmen, in dem mit Fangprämien gearbeitet wird. Der Verband lehnt diese ab, weil sie Kontrolleure dazu motivieren könnten, in nicht eindeutigen Fällen unnachgiebiger zu Werke zu gehen. Auch könnten die Prämien das Image des Unternehmens und des gesamten Nahverkehrs trüben.

Zuständig für den Nahverkehr ist die Region. Im Regionsparlament hatten sowohl Politiker von der CDU wie auch von der SPD die Fangprämien gegenüber der HAZ begrüßt.

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