Hannover. Es folgten Jahre des Protestes gegen diese Entscheidung der Kirche in der Öffentlichkeit und vor Gericht – bis sich die damalige Landesbischöfin Margot Käßmann im Jahr 2000 für Meyer einsetzte und er fortan als Pastor in der Henriettenstiftung arbeiten konnte. „Für mich ist das eine wertvolle Geschichte, die nicht verloren gehen darf, eine Mutmachgeschichte“, sagt Meyer. Die Biografie „Lieben Leiden Lachen – Ein schwuler Pastor erzählt“ ist in Zusammenarbeit mit der hannoverschen Autorin Maria Eilers entstanden, gemeinsam mit ihr hat sich der Pastor an die wichtigsten Stationen seines Lebens erinnert. „Das Erinnern war, wie neu geboren zu werden, es ging sehr unter die Haut“, sagt Meyer.
Das Vorwort hat Margot Käßmann, ehemalige Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der EKD, verfasst. Sie schreibt: „Seine Biografie steht stellvertretend für einen langen Weg der theologischen und kirchenrechtlichen Debatte: Dürfen homosexuelle Pastorinnen und Pastoren ohne Diskriminierung Dienst tun?“
Das Buch ist im Handel erhältlich.
Hans-Jürgen Meyer stellt seine Biografie „Lieben Leiden Lachen – Ein schwuler Pastor erzählt“ am Freitag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Kreuzkirche, Kreuzkirchhof 1–3, bei einer Lesung vor. Der Eintritt ist frei.
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