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Aus der Stadt Scorpions-Chef Stichnoth siegt vor Gericht
Hannover Aus der Stadt Scorpions-Chef Stichnoth siegt vor Gericht
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00:16 24.01.2016
Von Tobias Morchner
Eishockey-Funktionär Marco Stichnoth muss keinen Schadensersatz zahlen. Quelle: Montage
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Hannover

Normalerweise treffen Marco Stichnoth und David Sulkovsky in Hallen der Eishockey-Oberliga aufeinander. Doch am Donnerstag hatten der Geschäftsführer der Hannover Scorpions und sein Pendant beim EC Hannover Indians einen Termin vor dem Arbeitsgericht der Landeshauptstadt. 16.753 Euro Schadensersatz wollte Sulkovsky, der frühere Angriffsspieler der Scorpions, von Stichnoth einklagen. Die Begründung: Stichnoth, 2013 Manager des Vereins, habe ihm seinerzeit einen Vertrag für die kommende Saison gegeben – die Lizenz des Vereins war aber im gleichen Jahr an die Wild Wings aus Schwenningen verkauft worden und Sulkovsky musste dort zu schlechteren Konditionen auflaufen.

Das Gericht wies die Klage allerdings ab. Die Kammer folge den Darstellungen des Beklagten und dessen Anwältin, wonach der damalige Geschäftsführer der Scorpions, der Bauunternehmer Günter Papenburg, im Februar 2013 Marco Stichnoth und dem damaligen Trainer des Vereins, Igor Pavlov, die Anweisung gegeben hatte, eine Profimannschaft für die neue Saison zusammen zu stellen. Unter diesen Voraussetzungen könnten sich Schadensersatzansprüche nicht an Stichnoth richten. Diese Ausführungen wurden untermauert durch die Zeugenaussage von Ex-Scorpions-Trainer Pavlov, der allerdings mit seinen Angaben Günter Papenburg in Bedrängnis brachte. Denn der Bauunternehmer hatte im Zuge eines anderen Verfahrens eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, in der er behauptet, Stichnoth weder beauftragt noch angewiesen zu haben, den Kader für die Saison 2013/14 zusammen zu stellen. „Das stimmt so nicht“, erklärte Ex-Trainer Igor Pavlov vor Gericht. Papenburg habe definitiv grünes Licht für die Zusammenstellung der neuen Mannschaft gegeben. „Ein paar Tage nach dem Gespräch haben wir das der Mannschaft in der Kabine auch so mitgeteilt“, sagt er.

Hat Papenburg also eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben und muss deswegen mit Konsequenzen rechnen? „Zunächst steht Aussage gegen Aussage und es ist nicht die Aufgabe des Arbeitsgerichts, sich mit strafrechtlichen Sachverhalten zu befassen“, sagt Gerichtssprecher Ralf Zimmermann. Das Arbeitsgericht werden den Fall nicht von sich aus an die Staatsanwaltschaft weitergeben. „Diesen Schritt muss schon eine der beiden beteiligten Parteien gehen“, so Zimmermann weiter.

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