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Alle wollen im Bett von Barack Obama schlafen

Seefugium Isernhagen Alle wollen im Bett von Barack Obama schlafen

Vor einem Jahr gastierte der damalige US-Präsident Barack Obama im Seefugium in Isernhagen, heute ist dort Obamas 80-Quadratmeter-Suite besonders begehrt. „Dieser Besuch ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen“, sagen die Eigentümer Bettina Schmidt und Christopher Bothe

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Bettina Schmidt und Christopher Bothe leiten das Seefugium.

Quelle: Alexander Körner

Isernhagen. Die Messegäste aus Korea nehmen ihre Unterkunft im Isernhagener Seefugium nur kurz zur Kenntnis. Sie möchten lieber die Suite sehen, die 80-Quadratmeter-Wohnung im Landhausstil, in der der ehemalige US-Präsident Barack Obama vor knapp einem Jahr anlässlich seines Hannover-Besuchs nächtigte. Sie dürfen. Seefugium-Geschäftsführerin Bettina Schmidt darf das Refugium zeigen, um das es im April 2016 so viele Geheimnisse und Sicherheitskonzepte gab.

Erst im Januar 2016 hatten Schmidt und ihr Kollege Christopher Bothe das idyllisch gelegene Tagungshotel auf rund 90 000 Quadratmeter großem Gelände übernommen. „Im Februar kam dann die Anfrage von Hannover Tourismus - für einen Besichtigungstermin ohne nähere Details“, sagt Schmidt. Dass es sich um etwas Großes handeln musste, haben die beiden dann spätestens gemerkt, als zum vereinbarten Termin nicht drei städtische Vertreter, sondern ein Reisebus mit 70 Personen anrückte. „Inklusive BKA und Secret Service“, sagt Bothe, der in den USA aufgewachsen ist und daher in Sachen Verständigung keinerlei Probleme hatte.

Während seines Besuchs in Isernhagen hat US-Präsident Barack Obama im Seefugium in Isernhagen übernachtet. Das Haupthaus und die Nebengebäude befinden sich in einem Landschaftsschutzgebiet direkt an einem See.

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Nachdem das Seefugium vor allem dank seiner isolierten und sehr übersichtlichen Lage vom Sicherheitspersonal genehmigt worden war, ging es in erster Linie darum, „Stillschweigen zu wahren“, betont Bothe. Schließlich habe man entsprechende Verträge unterzeichnen müssen. Das Tagungshotel hat sich dann rund zwei Wochen vor der präsidentialen Ankunft in ein Hauptquartier mit Presseraum, Back-Office, Fitness-Center und Speisesaal verwandelt. Eine Schranke und ein elektrisches Tor gilt es vor dem Einlass zu überwinden, aber beides gab es bereits vor dem Obama-Besuch „Panzerglas für sämtliche Fenster und Türen wurde allerdings geliefert, außerdem zwei Tage lang der See abgetaucht“, erzählt Bettina Schmidt.

Auf der Wiese wurde ein Trailerpark errichtet, „es gab wohl kaum einen ungenutzten Quadratmeter auf dem Gelände“, sagt Bothe. Und auch Extrawünsche hatte der Präsident nicht - abgesehen von der Installation amerikanischer Fernsehprogramme.

Einen Extrapreis musste Obamas Reisegruppe im Seefugium übrigens nicht bezahlen. „Die Preise für unsere Räume und Außenflächen sind für alle gleich“, betont Schmidt. „Dieser prominente Besuch ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen“, betonen die Geschäftsführer. Und so hat der spektakuläre Gast dafür gesorgt, dass es reichlich Auftrieb in der Auslastung des Anwesens gab und gibt.

"Danke für den schönen Aufenthalt", Barack Obamas Eintrag im Gästebuch des Seefugiums.

"Danke für den schönen Aufenthalt", Barack Obamas Eintrag im Gästebuch des Seefugiums.

Quelle: Dröse

Und auch die Spaziergänger in Isernhagen machen jetzt öfter einen kleinen Abstecher zum Haus am See. „Als attraktive Adresse für romantische Hochzeitsfeiern galt das Seefugium ja längst“, sagt Schmidt. Jetzt sei das Seefugium aber auch als Tagungsort für Firmen- und Fachausstellungen interessant. „Ein großer Autohersteller hat hier ein neues Modell präsentiert“, erzählt die Geschäftsführerin. Dafür habe man das Gefährt sogar bis in den Wintergarten bugsiert. Und in Kürze ist ein wochenlanges Großevent geplant, für das jede Menge internationale Presse in Isernhagen erwartet wird. Bis zum Startschuss dieser Präsentation gilt - Stillschweigen.

Die präsidiale Suite haben nach Barack Obama schon einige politische und wirtschaftliche Größen bewohnt. „Namen dürfen wir auch hier leider nicht nennen, aber es wird zusehends internationaler“, so Bothe. Barack Obama hat da jede Menge Türen geöffnet. „Wer das Seefugium bei Google sucht, stößt sofort auf Obama und nicht mehr auf Maschmeier“, betont Bothe. Eine perfekte Visitenkarte eben.

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