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Bombenräumung am Sonntag abgesagt

Kein Blindgänger am Seelhorster Kreuz Bombenräumung am Sonntag abgesagt

Die für Sonntag geplante Bombenräumung in Hannover ist abgesagt. Wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Blindgänger am Seelhorster Kreuz nicht um einen scharfen Sprengkörper, sondern lediglich um Splitter einer Weltkriegsbombe.

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Quelle: Ralf zur Brügge/Feuerwehr

Die für Sonntag geplante Evakuierung von rund 5200 Menschen aus den Stadtteilen Seelhorst, Waldheim und Kirchrode wegen einer Bombenentschärfung ist abgesagt. Die Sondierungsarbeiten am letzten verbliebenen Verdachtspunkt ergaben am Freitagmittag, dass an der Stelle kein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden ist. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes stießen vor Ort nur auf zahlreiche Splitter einer Weltkriegsbombe. „Es ist eine gute Nachricht für alle Betroffenen, aber auch für die zahlreichen Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und der verschiedenen Hilfsorganisationen“, sagt Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange.   

Die Untersuchung der vermeintlichen Bombe am Seelhorster Kreuz gestaltete sich schwierig.

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Es ist innerhalb kurzer Zeit die zweite kurzfristig abgesagte Blindgängerevakuierung. Erst vor gut zwei Wochen hatte die Feuerwehr bereits eine geplante Aktion nahe am Nordhafen kurzfristig wieder abgesetzt, weil sich auch an dieser Stelle der Verdacht auf eine Fliegerbombe nicht erhärten ließ. Zuvor hatten aber die Auswertung von Luftbildern und die ersten Sondierungsmaßnahmen an dem Verdachtspunkt auf einen Blindgänger schließen lassen.
Forschung in Kinderschuhen
Die Berufsfeuerwehr drängt seit geraumer Zeit darauf, dass die Technik zum Sondieren von Bodenschichten und möglicherweise sich darin befindenden Unregelmäßigkeiten verbessert werden müsse. „In der Forschung liegt auf diesem Bereich allerdings nicht die höchste Priorität“, bemängelt Lange. Die Verantwortlichen bei der Wehr haben deshalb bereits erste Gespräche mit dem Studiengang Elektrotechnik der Leibniz-Universität aufgenommen, um Möglichkeiten für ein Forschungsprojekt auf diesem Gebiet anzuschieben. Es stecke aber alles noch in den Kinderschuhen, so die Feuerwehr.

Bei der Fahrbahnsanierung am Seelhorster Kreuz waren zwei Verdachtspunkte für Weltkriegsbomben entdeckt worden. Beide entpuppten sich als harmlos.

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Feuerwehrchef Lange hat keine Sorge, dass die betroffene Bevölkerung bei der nächsten Bombenräumung nicht mehr so gut wie sonst kooperieren könnte, weil möglicherweise alle davon ausgingen, dass auch diese Aktion vorher wieder abgesagt werde. „Ich gehe weiter davon aus, dass die Bevölkerung Vertrauen in die Feuerwehr hat und an uns glaubt“, sagt Lange. Die Sprengung eines Blindgängers in Misburg vor Kurzem, bei der Splitter weit geflogen waren und Autos und Dächer beschädigt hatten, habe gezeigt, dass die Arbeit aller Beteiligten nicht ungefährlich sei. „Wir müssen mit den zehn oder 15 Prozent Anwohnern leben, die sich immer quer stellen, egal was wir machen“, sagt Lange.  

Splitter statt Sprengkörper: Diese Metallteile fanden sie Experten im Boden am Seelhorster Kreuz.

Quelle: Feuerwehr
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