Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Hannover erlebt nassesten Juni seit 44 Jahren

Wetterbilanz Hannover erlebt nassesten Juni seit 44 Jahren

Die Menschen stöhnen über das Wetter – zu recht: Selten fiel im Juni in Hannover so viel Niederschlag wie in diesem Jahr. Der Deutsche Wetterdienst hat 106,6 Liter pro Quadratmeter gemessen. Oft führte der Regen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern.

Voriger Artikel
Mecklenheidestraße wird zur Einbahnstraße
Nächster Artikel
Ermittlungen zu Regiobus-Brand verzögern sich

Ziemlich viel Wasser: Am Steintor in Hannover prasselt Regen auf Passanten herab.

Quelle: Stratenschulte/dpa

Hannover. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, abgesagte Veranstaltungen unter freiem Himmel – eigentlich zählt der Juni schon als Sommermonat. Aber die vergangenen 30 Tage waren so nass, wie kaum ein anderer Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901. In Hannover haben die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst eine Regenmenge von 106,6 Liter pro Quadratmeter gemessen, das sind 146 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge im Juni.

Meist kam der Regen im vergangenen Monat in kurzer Zeit in großen Mengen vom Himmel, bei Schauern oder Gewittern. Das führte dann zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte.

Den bisher nassesten Juni erlebten die Hannoveraner im Jahr 1972, damals fielen 148,9 Liter pro Quadratmeter. Der trockenste Juni war 1936 mit nur 13,6 Liter.

„Das Regenmengen sind regional sehr unterschiedlich“, sagt Meteorologen Peter Schwarz vom Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation. Es könne sein, dass es in Hannover an einer Stelle kräftig regnet und fünf Straßen weiter alles trocken bleibt. Die Regenmengen in der Region waren deshalb zum Teil deutlich höher als in Hannover. Beispielsweise haben die Meteorologen im Juni in Wunstorf 160 Liter pro Quadratmeter, in Burgwedel, Lehrte und Laatzen 140 Liter und im Südosten der Wedemark rund 200 Liter pro Quadratmeter gemessen.

Für die Meteorologen ist das aber eine Wetterlage wie sie in dieser Jahreszeit immer wieder vorkommt. „Über Mitteleuropa lag feucht-warme Luft, die sich kaum bewegt hat“, berichtet Wetterexperte Schwarz. „Solche Wetterlagen bestimmen auch häufig das Wetter in den Tropen“ erläutert er. Die Feuchtigkeit steigt auf, bildet dort Regenwolken oder Gewitter und regnet dann wieder ab. So war es dann auch im vergangenen Monat in der Region: Weil es nur wenig Wind gab, regneten die Wolken oft gleich wieder dort ab, wo sie sich gebildet hatten.

Aber trotz der großen Regenmenge war der Monat statistisch betrachtet gar nicht so schlecht: Es gab immerhin 17 Tage mit gar keinem oder nur sehr wenig Niederschlag. Die Durchschnitttemperatur lag bei 17,7 Grad, das sind 1,7 Grad mehr, als im langjährigen Mittel. Und die Meteorologen haben 198,3 Sonnenstunden zusammengezählt, das sind nur minimal weniger als im langjährigen Mittel.

Und vor einer Woche geriet Hannover dann so richtig ins Schwitzen, an drei Tagen kletterte die Thermometeranzeige auf Werte von über 25 Grad. Am 24. Juni wurden am meteorologischen Institut der Uni 30,6 Grad gemessen, einen Tag zuvor sogar 33,7 Grad. Und die gefühlte Temperatur war durch die hohe Luftfeuchtigkeit noch deutlich höher.

Und der Sommer noch nicht vorbei: Jetzt folgen die beiden Hochsommermonate Juli und August (auch wenn es für die nächsten Tage nicht so berauschend aussieht) und selbst im September und Oktober gab es in den vergangenen Jahren immer wieder überraschend schöne Tage.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Wohnungsbrand in Kleefeld

Zu einem Wohnhausbrand in Kleefeld ist am Freitagnachmittag die Feuerwehr ausgerückt.