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Aus der Stadt Gehen Senioren aus Angst vor Chaoten nicht wählen?
Hannover Aus der Stadt Gehen Senioren aus Angst vor Chaoten nicht wählen?
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00:15 20.08.2016
Von Andreas Schinkel
Senioren befürchten, dass es am Tag der Kommunalwahl wieder solche Szenen wie aus dem Jahr 2012 gibt, wenn Fans von Dynamo Dresden zum Hochrisikospiel nach Hannover kommen. Quelle: dpa/Archiv
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Am Wahltag, dem 11. September, empfängt Hannover 96 im Stadion die Mannschaft von Dynamo Dresden. Die Partie um 13.30 Uhr gilt bei der Polizei als Hochrisikospiel. Beim bisher letzten Zusammentreffen der Mannschaften vor vier Jahren kam es zu schlimmen Krawallen in Hannovers City.

Die Polizei versucht, die Bedenken des Seniorenbeirats zu zerstreuen. Man werde sich auf den Einsatz sorgfältig vorbereiten, heißt es vonseiten der Polizeiinspektion Mitte. Möglicherweise gebe es „temporäre Unterbrechungen“ auf dem Weg zum Wahllokal. Das sei aber kein Grund, nicht zur Wahl zu gehen. Der Weg sei sicher.

Betroffen ist allein das Wahllokal im Ordnungsamt Mitte in der Leinstraße. Es befindet sich nahe der Route, die die Fußballfans üblicherweise vom Hauptbahnhof zum Stadion nehmen. Pläne, das Wahllokal beispielsweise von 12 bis 14 Uhr zu schließen, gibt es nach Angaben der Verwaltung bisher nicht. Wie die Verwaltung mit dem Risikospiel und der Kommunalwahl konkret umgehen wird, soll erst kurz vor dem 11. September entschieden werden.

Die SPD im Bezirksrat rät den Wählern in Mitte, am Wahltag früh aufzustehen. Wer sich morgens um 8 Uhr auf den Weg mache, komme sicher nach Hause, bevor das Spiel beginnt, sagt SPD-Fraktionschefin Hülya Demir. Die Grünen weisen darauf hin, dass ältere Menschen auch per Briefwahl ihr Kreuzchen machen können. Der Empfehlung schließt sich die FDP an. „Ich bin davon überzeugt, dass die Polizei für einen sicheren Urnengang sorgt“, sagt Fraktionschef Wilfried Engelke.

Im Oktober dürfte die Debatte um die Stromautobahn Südlink auch im Raum Hannover wieder aufleben. Nach Angaben von Fiete Wulff, Sprecher der beim Genehmigungsverfahren federführenden Bundesnetzagentur, will Betreiber Tennet dann einen Vorschlag für die Trasse vorlegen – selbst bei einer unterirdischen Variante wird sie bis zu 60 Meter breit.

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