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Gehen Senioren aus Angst vor Chaoten nicht wählen?

96-Hochrisikospiel Gehen Senioren aus Angst vor Chaoten nicht wählen?

Der Seniorenbeirat der Stadt befürchtet, dass ältere Menschen am Tag der Kommunalwahl den Gang zur Urne scheuen – aus Angst vor Fußball-Chaoten in den Straßen. „Senioren fragen sich, ob sie im Bezirk Mitte sicher zum Wahllokal kommen“, sagte die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Monika Stadtmüller, im Bezirksrat Mitte.

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Senioren befürchten, dass es am Tag der Kommunalwahl wieder solche Szenen wie aus dem Jahr 2012 gibt, wenn Fans von Dynamo Dresden zum Hochrisikospiel nach Hannover kommen.

Quelle: dpa/Archiv

Am Wahltag, dem 11. September, empfängt Hannover 96 im Stadion die Mannschaft von Dynamo Dresden. Die Partie um 13.30 Uhr gilt bei der Polizei als Hochrisikospiel. Beim bisher letzten Zusammentreffen der Mannschaften vor vier Jahren kam es zu schlimmen Krawallen in Hannovers City.

Die Polizei versucht, die Bedenken des Seniorenbeirats zu zerstreuen. Man werde sich auf den Einsatz sorgfältig vorbereiten, heißt es vonseiten der Polizeiinspektion Mitte. Möglicherweise gebe es „temporäre Unterbrechungen“ auf dem Weg zum Wahllokal. Das sei aber kein Grund, nicht zur Wahl zu gehen. Der Weg sei sicher.

Betroffen ist allein das Wahllokal im Ordnungsamt Mitte in der Leinstraße. Es befindet sich nahe der Route, die die Fußballfans üblicherweise vom Hauptbahnhof zum Stadion nehmen. Pläne, das Wahllokal beispielsweise von 12 bis 14 Uhr zu schließen, gibt es nach Angaben der Verwaltung bisher nicht. Wie die Verwaltung mit dem Risikospiel und der Kommunalwahl konkret umgehen wird, soll erst kurz vor dem 11. September entschieden werden.

Die SPD im Bezirksrat rät den Wählern in Mitte, am Wahltag früh aufzustehen. Wer sich morgens um 8 Uhr auf den Weg mache, komme sicher nach Hause, bevor das Spiel beginnt, sagt SPD-Fraktionschefin Hülya Demir. Die Grünen weisen darauf hin, dass ältere Menschen auch per Briefwahl ihr Kreuzchen machen können. Der Empfehlung schließt sich die FDP an. „Ich bin davon überzeugt, dass die Polizei für einen sicheren Urnengang sorgt“, sagt Fraktionschef Wilfried Engelke.

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