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Aus der Stadt Ex-Pfleger erhält Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung
Hannover Aus der Stadt Ex-Pfleger erhält Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung
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00:34 22.02.2018
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat einen Strafbefehl gegen einen 45-Jährigen Ex-Pfleger wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Quelle: dpa
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Hannover

 Die Staatsanwaltschaft Hannover hat einen Strafbefehl gegen einen 45-jährigen Ex-Pfleger eines Seniorenheims in Misburg wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Der Mann hatte im Oktober 2016 einen demenzkranken 83-Jährigen erstickt. Mit der Zahlung von 90 Tagessätzen, deren Höhe die Staatsanwaltschaft nicht bekannt geben möchte, bleibt dem 45-Jährigen ein Gerichtsverfahren erspart. „Er war lange in dem Beruf tätig, hat sich zuvor nie etwas zu Schulden kommen lassen, so dass wir diese Art der Strafe für gerechtfertigt halten“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass bei dem 83-Jährigen zu einer Aspiration von Lebensmitteln in der Lunge und dadurch zu einer verhinderten luftzufuhr gekommen war, so dass der Mann schließlich erstickte. Der 83-Jährige war beim Essen auf Hilfe angewiesen. Der ehemalige Pfleger soll den Bewohner eine Portion Pudding in den Mund geschuben und ihm anschließend den Mund zugedrückt haben. „Ein Pfleger, der so viele Jahre in dem Beruf gearbeitet und dabei viel Erfahrung gesammelt hat, muss wissen, was ein solches Verhalten anrichten kann. Daher hat er fahrlässig gehandelt“, sagt Klinge.

Von Tobias Morchner

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