Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Sprühregen

Navigation:
Betrunkener greift Seniorinnen in Stadtbahn an

Mehrere Verletzte Betrunkener greift Seniorinnen in Stadtbahn an

Zwei Seniorinnen sind in einer Stadtbahn der Linie 7 von einem Betrunkenen verprügelt und verletzt worden. Die beiden 77 und 80 Jahre alten Schwestern hatten sich schützend vor eine 85-Jährige gestellt, die ursprünglich Ziel des Angriffs werden sollte.

Voriger Artikel
Großaufgebot der Polizei sichert Zwangsräumung
Nächster Artikel
Noam Bar ist in der Musik zu Hause

An der Station Allerweg flüchtete der Täter aus der Bahn - doch die Polizei konnte ihn wenig später festnehmen. Foto: Schaarschmidt

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die Frauen mussten mit Rettungswagen ins Friederikenstift gebracht und dort behandelt werden. Die Polizei konnte den Schläger unmittelbar nach der Attacke festnehmen.

Die beiden Schwestern hatten am Freitagabend gemeinsam mit der 85-Jährigen die Auftaktveranstaltung zu einem Wochenendseminar in Ricklingen besucht. Gegen 22 Uhr stiegen sie an der Haltestelle Wallensteinstraße in die Bahn der Linie 7, um stadteinwärts zu fahren. „Plötzlich kam dieser Mann durch den Gang, redete ganz laut und stellte sich hinter unsere Sitze“, sagt die 77-Jährige, die ihren Namen wegen des Vorfalls nicht nennen will. Den Seminarteilnehmerinnen war die Situation äußerst unangenehm, sodass sie die Plätze wechseln wollten. Der Betrunkene verfolgte die Seniorinnen und versuchte anschließend vollkommen unvermittelt, die 85-Jährige zu schlagen. „Über den Grund zerbreche ich mir bis heute den Kopf“, sagt die 77-Jährige.

Die beiden Schwestern nahmen ihren ganzen Mut zusammen und stellten sich vor die 85-Jährige - und bekamen die ersten Schläge des Betrunkenen ab. Die 80-Jährige erlitt mehrere Prellungen im Gesicht und eine Quetschung der Nase, wie die Untersuchung in der Klinik später ergeben sollte. Ihre Schwester trug leichtere Blessuren davon.

„Ohne die Helfer wäre es uns übel ergangen“

Der Angriff des Betrunkenen auf die Seniorinnen hätte allerdings weitaus schlimmere Folgen haben können, wenn nicht einige Fahrgäste auf den Vorfall aufmerksam geworden wären. „Ohne die Helfer wäre es uns übel ergangen“, sagt die 77-Jährige. Zunächst schaltete sich ein 25-jähriger Mann ein. Als er dem Angreifer Einhalt gebieten wollte, bekam er selbst die Schläge des Betrunkenen zu spüren. „Dann ist eine Gruppe junger Frauen dazwischen gegangen“, erinnert sich die 77-Jährige. Eine von ihnen informierte die Fahrerin der Stadtbahn, eine weitere rief per Handy den Rettungswagen. Die übrigen Frauen drängten den Betrunkenen ab und kümmerten sich um die blutende 80-Jährige. An der Haltestelle Allerweg stoppte die Bahn. Der Betrunkene flüchtete.

Aufgrund der genauen Personenbeschreibung konnte die Polizei den 39-Jährigen wenig später in unmittelbarer Nähe der Haltestelle festnehmen. Wie die Polizei mitteilt, wurde der 39-Jährige zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Die Beamten baten die Üstra, die Aufzeichnungen des Vorfalls aus der Stadtbahn zu sichern.

Die 85-Jährige, die keine Schläge abbekommen hatte, war von dem Angriff so mitgenommen, dass sie ihre Teilnahme an dem Seminar am Sonnabend und Sonntag absagte. Die beiden Schwestern konnten trotz ihrer Verletzungen zu den Vorträgen gehen. „Alle Helfer haben sich vorbildlich verhalten - so etwas müsste es viel öfter geben“, sagt die 77-Jährige.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

So schön ist der neue Landtag

Hell, modern, funktional: Das ist Niedersachsens Landtag nach seiner millionenteuren Runderneuerung.