Nach dem Haarmann 2008 in Handschellen abgebildet wurde und für Disput gesorgt hatte, ist er in diesem Jahr als Eisskulptur zu sehen. „Wir wollten die Geschichte weiterführen“, sagte Kalendermacher Klaus Lange am Donnerstag.
Massenmörder Haarmann tötete und zerstückelte vor rund 90 Jahren in Hannover 24 junge Männer. Der Hannover-Adventskalender kommt auch diesmal frech, farbenfroh und satirisch in einer Auflage von 18.000 daher. Neben vielen Figuren mit Hannover-Bezug tummeln sich zahlreiche hannoversche Berühmtheiten auf dem Kalenderbild.
In Hannover hatte Haarmann einen zwiespältigen Ruf. „Am Bahnhof hat er junge Männer abgefangen, an ältere Männer herangeführt und später entsorgt“, sagte Chef des Wilhelm-Busch-Museums, Joachim Neyer.
Allerdings wird auf dem Kalender in diesem Jahr nicht wie erwartet die Hinrichtung des Massenmörders gezeigt, sondern Illustrator Thorsten Wilkens dreht die Geschichte anders weiter. Hinter dem zehnten Türchen formt ein Künstler die Figur Haarmann mit einer Kettensäge in Eis. Allerdings versucht ein Kritiker, die Skulptur zu zerstören.
Unweit dieser Szenerie plaudert der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz mit König Ernst August I. von Hannover hinter dem vierten Türchen. Max und Moritz treiben auch in der vorweihnachtlichen Zeit ihren Schabernack. So angeln sie auf einem der Dächer gegenüber der Marktkirche ein gebratenes Hähnchen aus dem Schornstein.
Und auch Hannovers verstorbene Kultur-Ikone Mike Gehrke ist mit dem Pinsel unterwegs.
lni
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