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Sieben Geschosse für zweites Rathaus

Millionenschweres Vorhaben Sieben Geschosse für zweites Rathaus

Das zweite Rathaus, geplant am Schützenplatz, soll ein bis zu siebengeschossiger Behördenkomplex für 2000 Kunden pro Tag werden – aber die politische Entscheidung über das millionenschwere Vorhaben verlegt die Stadtverwaltung ins stille Kämmerlein.

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Der Neubau am Schützenplatz bündelt Ordnungsamt Mitte und Zulassungsstelle.

Hannover. In vertraulicher Sitzung sollten die Mitglieder von Wirtschafts- und Finanzausschuss am Freitag über die fünfseitige Verwaltungsvorlage befinden und damit die endgültige Entscheidung des Rates am kommenden Donnerstag vorbereiten. „Es kann nicht sein, dass eine Art zweites Rathaus für die Bürger im Hinterzimmer beraten wird“, sagt ein Ausschussmitglied. Nach hitziger Debatte hinter verschlossenen Türen und der vehementen Forderung nach Transparenz vonseiten der Ratsopposition hat die Stadtverwaltung eingelenkt. Sie will die Pläne für den Neubau am Freitag, 8. Januar, in öffentlicher Ausschusssitzung präsentieren.

Im neuen Bürohaus am Schützenplatz will die Stadt mehrere Behörden des Fachbereichs Recht und Ordnung bündeln, die bisher auf sieben Standorte verteilt sind. Dazu zählt das Ordnungsamt Mitte, bisher ansässig in einem maroden Bau an der Leinstraße, ebenso die Ausländerbehörde. Die Zulassungsstelle – sie steht zurzeit auf dem vorgesehenen Baugrundstück – wird abgerissen und in dem Neubau untergebracht. Rund 500 Behördenmitarbeiter sollen im zweiten Rathaus Platz finden, die Nutzfläche beträgt knapp 20 000 Quadratmeter.

Nach Informationen der HAZ soll eine Tiefgarage mit Parkplätzen für Mitarbeiter entstehen, aber auch Raum für 37 Besucherparkplätze geschaffen werden. Ratspolitiker hatten anfangs befürchtet, dass angesichts der Dimensionen des Gebäudes Teile des Schützenplatzes bebaut werden müssen. Doch der Festplatz wird seine alte Größe behalten. Die städtische Immobiliengesellschaft Union Boden hat nach öffentlicher Ausschreibung den Zuschlag für den Bau des Komplexes bekommen. Einen zweistelligen Millionenbetrag investiert die Union Boden in das Projekt. Nach Fertigstellung Ende 2018 mietet die Stadt die Räume für einen Zeitraum von 30 Jahren. Die Ausschreibung hat sich länger hingezogen als geplant, weil die Stadt den Ausschreibungstext aus rechtlichen Gründen ändern musste. Jetzt soll alles ganz schnell gehen.

Die Stadt rät dazu, auf einen Architektenwettbewerb zu verzichten und sich drei Entwürfe des renommierten Architekturbüros KSW vorstellen zu lassen. „Damit ergibt sich eine Zeitersparnis von vier Monaten“, teilt die Stadt mit.

In der Ratspolitik sind nicht alle mit dem Vorgehen einverstanden. „Ich hätte lieber Entwürfe von drei verschiedenen Architekten“, sagt ein Ratsmitglied. Es sei nicht einzusehen, warum die Stadt häufig bei privaten Bauvorhaben auf einem Architektenwettbewerb besteht, aber im Falle der städtischen Tochter Union Boden davon absieht.

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