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Region Hannover

Sieben Schulen sind von der Neonazi-Zeitungsverteilung betroffen

Neonazis haben in dieser Woche in der Region Hannover vermutlich mehrere tausend rechtsextreme Zeitungen an Schüler verteilt. Offenbar sind von der Aktion sieben Schulen im Stadtgebiet und in der Region betroffen.

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In der IGS Roderbruch sind rechtsradikale Schriften aufgetaucht. Der Direktor der Schule ist darüber gar nicht begeistert.

In der IGS Roderbruch sind rechtsradikale Schriften aufgetaucht. Der Direktor der Schule ist darüber gar nicht begeistert.

© Florian Wallenwein

Wie berichtet, wollen Neonazis in der Region Hannover Schüler mit rechtsextremen Zeitungen erreichen. Wahrscheinlich wurden die Broschüren an sieben Schulen verteilt. Nach Angaben der Polizei ist das Heft seit dem 08.03.2010 im Umfeld von insgesamt sieben Schulen im Stadtgebiet Hannovers (Misburg, Roderbruch, Südstadt) sowie in Hemmingen, Laatzen und Garbsen aufgetaucht.

„Die Hefte mit dem Titel „Bock - das Sprachrohr der Gegenkultur“ stammen von der verfassungsfeindlichen Gruppe „Besseres Hannover““, sagte Maren Brandenburger, Sprecherin des Verfassungsschutzes Niedersachsen, am Donnerstag. Die Gruppierung sei der Polizei schon länger bekannt und zuletzt etwa durch Graffiti und Flugblattaktionen auf dem Weihnachtsmarkt von Hannover aufgefallen.

Das Kultusministerium hat daraufhin alle Schulen in der Region aufgefordert, weitere Vorfälle bei Polizei und Landesschulbehörde anzuzeigen sowie das Thema bei Bedarf im Unterricht zu besprechen. „Solche Aktionen kommen leider immer wieder an Schulen vor“, sagte eine Sprecherin. Daher habe das Ministerium umgehend Kontakt zum Verfassungsschutz aufgenommen und sich beraten. Mit dem Schreiben sollen sowohl die Schulleiter als auch die Lehrer für den Umgang mit den Zeitungen sensibilisiert werden. Broschüren bislang an sieben Schulen aufgetaucht.

In Bemerode haben die Neonazis dazu auch das Schulgelände betreten. Die Polizei fahndet daher nach eigenen Angaben gegen zehn bis 15 Männer wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Auf dem Schulhof habe einer der Gesuchten nämlich auch ein Anti-Rassismus-Plakat beschädigt.

lni/dj

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