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Aus der Stadt Simon Benne stellt sein Glossenbuch vor
Hannover Aus der Stadt Simon Benne stellt sein Glossenbuch vor
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19:33 23.02.2016
Von Uwe Janssen
Gutes Team: Simon Benne und Hans-Peter Wiechers lesen im Anzeiger-Hochhaus. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Wo könnte er das besser tun als in der Schalterhalle des Anzeiger-Hochhauses. Der Saal ist seit langem ausverkauft. Die Stimmung ist prima. Drei Plätze hinten im Publikum besetzen die drei Protagonistinnen von Bennes kleinen Familiengeschichten - seine Töchter, die die HAZ-Leser als Erstgeborene, Mittelkind und Nesthäkchen kennen. Benne hat die Leser an der Erziehung teilhaben lassen. Wer da wen erzogen hat, lässt er in seinen Geschichten manchmal offen. Die Blechtrommel zum Beispiel, ein Geschenk eines weit entfernt wohnenden Onkels, lehrte den Vater, wer hier den Takt vorgibt. Die Finte "Wer laut trommelt, hört auf zu wachsen" ging nach hinten los. Schließlich wechseln sich alle drei Kinder schreiend beim Trommeln ab. Der Vater macht das beste draus: "Irgendwie spricht es ja auch für mich, dass meine Töchter um keinen Preis aus dem Paradies der Kindheit vertrieben werden wollen."

Benne ist an diesem Abend nicht allein. Er hat einen Gast oder vielmehr einen "Sidekick, wie wir in der Showbranche sagen". Hans-Peter Wiechers, noch so einer, ohne den die Rubrik oben links im Lokalteil kaum denkbar wäre. "Er hört noch ganz gut", frotzelt Benne, als der frühere HAZ-Redakteur auf die Bühne tritt. Womit auch dieser Ton gefunden wäre. Und Wiechers kontert, der junge Herr neben ihm kenne nicht mal mehr den Klapa. Noch so ein Held dieser Kolumnenkleinkunst, an dessen nachdenklich-humoristische Erzählweise Wiechers sogleich erinnert.

Dann ist wieder Benne dran. Auch mal ohne Kinder. Früher, berichtet er, sei er ja gern mal joggen gegangen. Seine Frau habe gesagt, er tue das nur, weil er als Mannschaftssportler ein Totalausfall war. "Ich aber sage: die Krähe fliegt im Rudel, der Adler fliegt allein." Beim Volkslauf wurde der Adler dann von drei älteren Damen überholt, eine mit Pudel auf dem Arm. 

"Wenn du schon nicht über Kinder sprichst, dann mach ich das", sagt Wiechers, der eher das Verhältnis Mensch - Hund beleuchtet. Seine Sicht auf junge Leute ist ein amüsant verwunderter. Es sind dann eher "Wattierte mit dünnen kleinen Daumen", er habe, "sie merken das", ein bisschen mehr Distanz zur jüngeren Generation.

Die hat Benne nicht. Nur manchmal. Wenn die Trommel erklingt. Oder so. 

Viel Applaus in der Schalterhalle.

Eine Zusatzlesung am 1. März ist ausverkauft. Für eine weitere Zusatzlesung am 1. April beginnt der Vorverkauf am morgigen Donnerstag in den HAZ-Geschäftsstellen.

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