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Aus der Stadt So anmutig ist die Pferde-Show Apassionata
Hannover Aus der Stadt So anmutig ist die Pferde-Show Apassionata
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00:15 31.01.2017
Von Jutta Rinas
Bei Apassionata turnten Akrobraten auf Pferden. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Schon aus dem ersten Applaus – noch vor dem Beginn – wird eine Nummer. Bei der PferdeshowApassionata“ in der ausverkauften Tui-Arena wird das Klatschen nämlich gleich am Anfang geübt. Und zwar ausgiebig. Mit kleinen Gags zwischendurch, mit Händen, Füßen und begeisterten Pfiffen.

Bilder der Show 2017 in Hannover: In der Tui-Arena turnen bei der Show Apassionata Artisten auf Pferden durch die Halle.

Vermutlich wäre das gar nicht nötig gewesen. Die vielen Besucher sind auch so begeistert von dem Spektakel, das sich ihnen in der Manege bietet. Um das „Cinema of Dreams“, das Kino der Träume, geht es, um den Aufstieg und Fall des Kinos. Die Hauptfiguren, Tom und Eve, entdecken in ihrer Stadt ein Lichtspielhaus für sich – und verfolgen dessen Geschichte.

Funkensprühende Reiter

Für die Macher des neuen „Apassionata“-Programms ist das eine gute Gelegenheit, wesentliche Stationen des 20. Jahrhunderts Revue passieren zu lassen. Mithilfe einer Nummer mit Tänzern in Schlaghosen und grellbunten Kostümen und einem gelben Plastik-U-Boot lassen sie die Zeit der Beatles hochleben. Vorher hat man schon nachgestellte Filmausschnitte, Eve und Toms Traumtheater, gesehen, die „Pirates of Dreams“ beispielsweise, eine Anspielung auf „Fluch der Karibik“ und zugleich eine eindrucksvolle Piratennummer mit Reitern, die mit zerfetzten Fahnen durch die Manege galoppieren und mal auf, mal neben, mal unter ihrem Pferd erstaunliche Kunststücke vollführen. Mit Feuerkreisen in der Manege und funkensprühenden Reitern wird das Innere eines Tempels ausgeleuchtet.

Reiter mit Laserschwertern

Erstaunlich ist: Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hält die Show diesmal auch viel Düsteres, Melancholisches für das Publikum bereit. Während auf der Leinwand nicht nur das Kino, sondern auch die Kleinstadt zusehends verfällt, bestimmen tanzende Rocker und schwarze Reiter, die mit Laserschwertern kämpfen, das Bild. Reiter in aufwendigen, silbergrauen Federkostümen betrauern zu traurigen Klängen das Ende des Kinos. Ein Höhepunkt ist ganz am Schluss eine Nummer, in der ein Mann in der Manege ganz allein bis zu sieben frei laufende Pferde Kunststücke vollführen lässt.

Die Zuschauer sind dennoch begeistert. Dass Pferd und Reiter so vertrauensvoll mit einander umgehen, lobt die 13-jährige Sarah Bartels aus Egestorf in der Lüneburger Heide, die mit Cousine Lina (7) aus Hannover und Opa Tom Bartels bei „Apassionata“ ist. Die düsteren Elemente passten zur Geschichte des Verfalls des Kinos, das findet sie schlüssig, sagt sie. Sehr emotional findet Nicole Höhnel (38) die Show. Ihr einziger Kritikpunkt: Dass die Zuschauer trotz Verbotes mit dem Handy blitzen. „Das grelle Licht tut den Pferden nicht gut.“

Es war ein Abend der leisen, aber kraftvollen Töne: Bei einem Konzert mit dem Europäischen Synagogalchor unter der Leitung von Andor Izsák haben rund 800 Besucher in der Marktkirche an die Opfer der NS-Zeit erinnert. Landessuperintendentin Petra Bahr mahnte, die Erinnerung lebendig zu halten.

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