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Aus der Stadt So beging Hannover den internationalen Frauentag
Hannover Aus der Stadt So beging Hannover den internationalen Frauentag
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00:16 11.03.2017
„Mit 99 Jahren Wahlrecht für Frauen stehen wir in Deutschland ganz gut da“, sagte Sozialministerin Cornelia Rundt zum Weltfrauentag. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

„Jeder Tag muss ein Internationaler Frauentag sein“, sagte die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) gestern auf dem Opernplatz. Zusammen mit anderen Frauen ließ sie lilafarbene Luftballons in den Himmel steigen. Anlässlich des Internationalen Frauentages wurde das Wahlrecht der Frauen gefeiert, das bereits seit 99 Jahren in Deutschland Bestand hat. „Aber es gibt noch viel zu tun“, betonte Rundt. Das Mutter- und Hausfrausein dürfe nicht als einziger Lebenssinn der Frau angesehen werden. Außerdem müsse man jeden Tag für Gleichberechtigung kämpfen.

Zusammen mit Sozialministerin Cornelia Rundt ließen zahlreiche Frauen auf dem Opernplatz anlässlich des Weltfrauentags Luftballons steigen.

Besonders viel Aufsehen erregten kleine Schokoweihnachtsmänner. Nicht nur auf dem Opernplatz und vor dem Neuen Rathaus, auch an weiteren Veranstaltungsorten stellte das Referat für Frauen und Gleichstellung die schmackhaften Süßigkeiten mit Protestforderungen auf. Grund: Die Frauen selbst hatten keine Zeit zum Demonstrieren. „Während man versucht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, bleibt das Kämpfen für die eigenen Rechte auf der Strecke“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Friederike Kämpfe. Und die Aktion zeigte Wirkung. „Viele Passanten blieben stehen und haben sich erstmals mit dem Thema auseinander gesetzt“, so Kämpfe.

Des Weiteren fanden in der Faust ein Frauenfest sowie ein Theaterstück und eine Vernissage statt. Auf dem Ernst-August-Platz gab es eine Demonstration gegen Sexismus und patriarchale Strukturen – und sogar in den Stadtbahnen machte eine Kunstaktion auf den Internationalen Frauentag aufmerksam.

„Aber mit einem Tag ist es noch lange nicht getan“, sagte Cornelia Rundt. „Wir wollen tatsächliche Gleichstellung, und gemeinsam kriegen wir das auch hin“, betonte die Sozialministerin.

200 Frauen begehen interreligiöses Frauenmahl in der Marktkirche

„Schauen Sie Ihren Tischnachbarn in die Augen und lernen Sie sich kennen“, forderte Landessuperintendentin Petra Bahr die Besucherinnen in der Marktkirche auf. Zum dritten Mal fand dort gestern das Frauenmahl am Donnerstag statt. Erstmals setzte die Veranstaltung dabei auf eine interreligiöse Begegnung am Esstisch. 200 Frauen aus fünf Religionen schmausten unter dem Dach der Marktkirche zusammen – von Christen, Juden und Muslimen bis hin zu Buddhisten und Bahai.

Zum ersten interreligiösen Frauenmahl in der Marktkirche kommen 200 Frauen. Gemeinsam wollte man der Furcht vor dem Unbekannten entgegentreten.

Wo sonst die Kirchenbänke stehen, waren lange Tafeln aufgebaut. Neben einem Fünf-Gänge-Menü erwarteten die Besucherinnen auch mehrere Tischreden im außergewöhnlichen Ambiente der Marktkirche. „Ich finde es toll, dass man hier nicht von außen beeinflusst wird“, sagt Zehra Demirbuga. „Man stellt fest, dass einen unabhängig von der Religion die gleichen Themen betreffen“, ergänzte die Muslimin. Die Tischnachbarin der 27-Jährigen, Lisa Neumann, eine Christin, sieht das ähnlich: „Ich habe keine Muslime im Freundeskreis. Das ist also eine gute Gelegenheit, um interessante Gespräche zu führen.“ Deshalb kam die 56-Jährige auch schnell mit Büsra Kement ins Gespräch. „Man spricht hier einfach andere an, macht sich dadurch selbst ein Bild.“

Bei dem interreligiösen Frauenmahl ging es vor allem darum, die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen. „Besonders in der Zeit des Terrors hat diese Angst zugenommen“, erklärte Landesfrauenpastorin Franziska Müller-Rosenau. Dieser Furcht müsse man entschlossen entgegentreten. Die Zusammenarbeit mit anderen Religionen soll laut Müller-Rosenau fortgesetzt werden.

Von Madeleine Buck

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