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So bremst eine Grundschule in Limmer Elterntaxis aus

Pilotprojekt So bremst eine Grundschule in Limmer Elterntaxis aus

Die Albert-Schweitzer-Grundschule in Limmer macht seit Schuljahresbeginn mobil gegen Elterntaxis - und es funktioniert. Am Mittwoch brachte kein Elternteil mehr sein Kind mit dem Auto direkt vor die Schule, Wendemanöver hatten dort häufig Kinder gefährdet. 

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Quelle: Villegas/Framson

Hannover. Seit Schuljahresbeginn macht die Albert-Schweitzer-Grundschule in einem stadtweiten Pilotprojekt mobil gegen Elterntaxis - und die Aktion zeigt offenbar Wirkung. Am Mittwoch früh brachte kein Elternteil mehr sein Kind mit dem Auto direkt vor die Schule. Bisher hatten Elterntaxis und ihre umständlichen Wendemanöver in der Liepmannstraße häufig andere Kinder gefährdet.

Mit einem Schulfest wurde gestern das Erreichte gefeiert und nach vorne geschaut: Die Schule will langfristig frei von Elterntaxis sein und bekommt dabei Unterstützung von der Polizei. „Ab dem 4. September werden wir Eltern, die direkt vor der Schule halten, kontrollieren“, sagte Polizei-Vizepräsident Jörg Müller. Bis zu den Herbstferien wollen Stadt und Ordnungsamt Autofahrer notieren, die die Sperren umkurven oder falsch parken, um ihre Kinder abzusetzen. Ob nach den Ferien weiter kontrolliert wird, werde man prüfen. Die enge Liepmannstraße vor der Schule ist oft verstopft, der Autoverkehr stellt eine Gefahr für die Kinder dar

Schüler der Albert-Schweitzer-Grundschule in Hannover stellen mit einem Banner das Pilotprojekt vor.

Quelle: Droese

110 Unfälle von Kindern auf dem Schulweg habe es im vergangenen Jahr in Hannover und Umland gegeben, sagt Müller. Insgesamt wurden sogar 500 Unfälle gezählt, bei denen Heranwachsende zu Schaden kamen. Die Zahlen sollen auch durch das Verbot der sogenannten Elterntaxis gesenkt werden.

Die Albert-Schweitzer-Schule mit ihren 400 Kindern wurde von Stadt und Polizei gezielt als Pilotschule für das Projekt ausgewählt, weil es hier die meisten Elterntaxis gebe. Durch eine Sackgasse am südlichen Ende der Liepmannstraße müssen Autofahrer direkt vor der Schule wenden - und das, während Schulkinder zu Fuß oder auf dem Rad die Straße überqueren. „Es kann nicht sein, dass das eigene Kind wohlbehütet im Auto zur Schule gebracht wird und ein anderes dabei zu Schaden kommt“, sagte Rainer-Jörg Grube, Bezirksbürgermeister in Linden-Limmer.

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Das neue Halte- und Parkverbot soll das Problem mit den vor der Schule parkenden Eltern lösen. Keine einfache Aufgabe für die neue Schulleiterung, die sich trotzdem zuversichtlich für die kommenden Wochen gibt. Transparenz sorge für Akzeptanz.“ Bezirksbürgermeister Grube sieht das ähnlich. „Das Bußgeld soll kein Extraeinkommen für die Stadt sein. Es ist eine Strafe für Menschen, die Kinder gefährden.“

Laut Polizei ist es möglich, das dass Projekt ausgeweitet wird. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, wurde im Zuge des Schulfests der Albert-Schweitzer-Schule ein großes Transparent am Schulzaun befestigt. Außerdem wurde für einen angrenzenden Teil der Friedhofsstraße ein vorübergehendes Parkverbot verhängt, das an Schultagen zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr gilt.

Wer doch mit dem Auto kommt, hält jetzt in einiger Entfernung auf dem Parkplatz am Fössebad. So wie Rafael Savaske, der gerade seinen Sohn zu Schule gebracht hat: „Ich finde das Verbot gut. Vorher war hier immer ein gefährliches Chaos. Und der kleine Spaziergang vom Auto hierher ist auch nicht schlecht.“

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Manuel Behrens

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