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So diskutieren HAZ-Leser die Schulsuspendierung

Angemessen oder übertrieben? So diskutieren HAZ-Leser die Schulsuspendierung

Der Unterrichtsausschluss von zwei Elfjährigen nach Missbrauchsvorwürfen bewegt die HAZ-Leser. Zahlreiche Zuschriften und Kommentare haben die Redaktion erreicht. Eine Auswahl.

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Quelle: dpa/HAZ-Collage

Langenhagen. Wie sehr das Thema bewegt, zeigt sich in zahlreiche Zuschriften und Kommentaren, die die Redaktion am Montag erreichten. Wir zeigen eine Auswahl ab, um das Spektrum der Meinungen zu zeigen.

Stefan Werner per Mail:

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich finde es sehr gut, dass eine Schule Flagge zeigt und ganz deutlich macht, was geht und was nicht geht. Leider passiert das viel zu selten. Wenn ich dann noch lese, wie sich die Eltern der Täter einlassen, wird mir - als Vater von drei Töchtern - ganz anders. Die Jungs sind erst elf Jahre alt, und ihre Tat heißt sexuelle Belästigung - nicht verbal, ganz handgreiflich. Sehr seltsam, wie die Eltern die Aktivitäten ihrer Sprösslinge beurteilen. Die Klassenkonferenz sah das zum Glück völlig anders: Der Ausschluss wurde einstimmig beschlossen. Respekt!

Peter Siebenthaler per Mail:

Die Schüler wurden für genau drei Monate suspendiert. Sie haben gegrapscht, wenn man den Ausführungen im Artikel vertraut - wieso also das Fragezeichen? Die im Hintergrund laufenden Mechanismen sind doch offensichtlich: Die Eltern sind mit der Behandlung ihrer Kinder seitens der Schule unzufrieden, ein Anwalt wird hinzugezogen, die Presse wird informiert. Als Leser wird mir folgendes Bild präsentiert: Die Mädchen haben es doch gewollt, die Lehrer haben erst gar nicht und dann falsch beziehungsweise zu hart reagiert. Aber wie sollen sich die Opfer, immerhin ebenfalls Elfjährige, verhalten?

Holger Finck auf Facebook:

Ich würde den Ball mal ein bisschen flacher halten. Keiner war dabei, keiner hat mit den Kindern selbst gesprochen. Und nicht vergessen: Es sind Kinder. Die können zum Teil noch gar nicht eurteilen, was sie gemacht haben (sollen).

Reynard Kitsune auf Facebook:

Es wird höchste Zeit, die Strafmündigkeit von Kindern nicht mehr stumpf am biologischen Alter, sondern deren geistiger Reife festzumachen - und auch die Eltern stärker als bisher in die Pflicht zu nehmen.

Jan Hartmann auf Facebook:

Das sind noch Kinder, sechste Klasse. Eure Schulzeit ist wohl schon zu lange her.

Sabine Schirmacher direkt dazu:

(...) Ich möchte dich mal sehen, wenn das einer mit deiner Tochter gemacht hätte.

Julian Sievers auf Facebook:

Im Text heißt es: „Ihre Söhne würden so stigmatisiert.“ Ja. Zu Recht. Überall wird sich beschwert, dass sexuelle Belästigung, Vergewaltigung und ähnliche Vergehen zu wenig bestraft werden. Jetzt kommt mal eine konsequente Reaktion, aber die ist dann natürlich nicht in Ordnung, wenn es die eigenen, offenkundig nicht ausreichend erzogenen Kinder trifft.

Bine Ladyrose auf Facebook:

Ich hoffe, es gibt an dieser Schule auch Stunden, in denen mit den Kindern über angemessenes Verhalten gesprochen wird. Und in denen die Konsequenzen deutlich gemacht werden. Als Lehrkraft hätte ich sofort eingegriffen, wenn ich so etwas gesehen hätte. Was die Busfahrt angeht: Als Lehrkraft kann man zwar nicht überall sein, aber wenn es Unruhe hinten gibt, dann sollte man schon mal nachgucken und Gruppen trennen.

Sandra Strake auf Facebook:

Gleich früh die Notbremse ziehen! Manche Kinder sind distanzlos, und Eltern ist das Verhalten nicht bewusst oder auch egal. Ignorieren kann man das Verhalten nicht. Die Kinder von heute sind nicht zu vergleichen mit Kindern von früher. Mit elf kann man noch eingreifen und Kinder „formen“.

Betty Kurelia auf Facebook:

Ich kann die Empörung verstehen, gleichzeitig habe ich das Gefühl, da steht Aussage gegen Aussage. Ich will nicht die Opfer zu Tätern machen, frage mich aber ernsthaft, weshalb bei einer derartigen Situation erst gar nichts passiert, es am Ende nur eine SMS an die Eltern gibt und die Lehrer danach noch nicht mal telefonisch erreichbar sind. Wäre es nicht Strafe genug gewesen, die Jungs von der Klassenfahrt auszuschließen, sprich am Dienstag abholen zu lassen? Das wäre für mich ein „Wehret den Anfängen!“ gewesen.

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