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Das müssen Sie zur Sonnenfinsternis wissen

Fragen und Antworten Das müssen Sie zur Sonnenfinsternis wissen

Tausende verfolgten am Freitag die Sonnenfinsternis in Hannover. Während viele das Ereignis durch Schutzbrillen verfolgten, mussten andere improvisieren. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Die partielle "SoFi" ist das Thema des Tages.

Quelle: dpa

Wann genau konnte man die Sonnenfinsternis beobachten?

In Hannover ließ sich das Phänomen ab 9.35 Uhr beobachten. Um 10.42 Uhr erreichte die partielle Verfinsterung ihren Höhepunkt, um 11.54 Uhr war sie vorbei. Das Wetter spielte mit, bei strahlendem Sonnenschein stand der Beobachtung nichts im Wege.

Warum ist es so gefährlich, während einer Sonnenfinsternis in die Sonne zu gucken?

Die Strahlung der Sonne ist immer extrem gefährlich für die Augen, während einer Sonnenfinsternis nicht mehr oder weniger als an normalen Tagen. Normalerweise jedoch blendet die Sonnen so stark, dass man reflexartig blinzeln oder gar die Augen schließen muss. Während der Verdunkelung jedoch wird das Licht schwächer, so dass man länger in die Sonne gucken könnte. Die für das Auge gefährlichen Strahlen nehmen jedoch nicht in gleichem Maße ab, so dass jetzt eine große Gefahr für die Augen besteht. Mögliche Folgen sind Entzündungen und Sehschäden im schlimmsten Fall bis zur Erblindung.

Wurde es bei der Sonnenfinsternis eigentlich wirklich finster?

Nein. Die Teilbedeckung über Deutschland führte nicht zu einer stärkeren Abschattung als etwa eine dichtere Bewölkung. Eine Bedeckung von weniger als 50 Prozent der Sonnenscheibe nimmt der Mensch in der Regel überhaupt nicht wahr. Erst ab etwa 90 Prozent Bedeckung ist die Abschattung auch von unaufmerksamen Beobachtern nicht mehr zu übersehen.

Ich habe die Sonnenfinsternis verpasst. Wann gibt es die nächste?

Die nächste Beobachtungschance für eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland gibt es am 25. Oktober 2022. Eine totale Sonnenfinsternis findet über Europa erst wieder am 12. August 2026 statt und über Deutschland erst am 3. September 2081. Übrigens: Irgendwann ist wahrscheinlich ganz Schluss mit Sonnenfinsternissen. Denn der Mond verdeckt die Sonne nur deshalb exakt, weil er 400 mal kleiner als die Sonne, zugleich der Erde aber zufällig auch 400 mal näher ist. Das ändert sich: Die Gezeitenberge auf den Meeren geben dem Mond mit ihrer Anziehungskraft etwas mehr Schwung, weshalb sich unser Trabant jährlich um etwa vier Zentimeter von uns entfernt. Irgendwann wirkt seine Scheibe am Himmel so klein, dass sie die Sonne nicht mehr vollständig verdecken kann. Bis dahin dauert es noch etwa 600 Millionen Jahre. Für die Menschen eine Ewigkeit, in astronomischen Maßstäben ein eher kurzer Zeitraum.

Wie kommt es überhaupt zu einer Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis kann nur zu Neumond entstehen, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht und sich ganz oder teilweise vor die Sonnenscheibe schiebt. Fällt der Mondschatten auf die Erde, ist in diesem Bereich eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Dort, wo der Halbschatten des Mondes auf die Erde fällt, ist eine Teilfinsternis zu sehen.

Warum gibt es dann nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis?

Die Mondbahn ist leicht gegen die Erdbahn gekippt. Dadurch wandert der Neumond meist ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Nur an den sogenannten Knotenpunkten, an denen sich die Ebenen von Mond- und Erdbahn schneiden, können Erde, Mond und Sonne genau in einer Reihe stehen. Nur wenn der Neumond genau an einem der beiden Knotenpunkte steht, kommt es daher zu einer Sonnenfinsternis.

mic/dpa

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