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Aus der Stadt So geht es den Kos-Urlaubern am Flughafen Hannover
Hannover Aus der Stadt So geht es den Kos-Urlaubern am Flughafen Hannover
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00:17 24.07.2017
Theodor Jeske, Melanie Dalke und Elena Fischer am Flughafen Hannover auf dem Weg nach Kos. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Zwei Tote hat das Beben bisher gefordert, Hotels sind eingestürzt, ein Tsunami hat die Insel erwischt. Doch bei der Mehrheit der 188 Passagiere am Flughafen in Langenhagen war die Anspannung gestern Nachmittag schon wieder gewichen. Sie sind um 17.50 Uhr von Hannover in Richtung Kos abgehoben.

Viele hatten sich zuvor übers Internet oder bei den Reiseveranstaltern über die aktuelle Lage auf der griechischen Insel informiert. „Uns wurde am Telefon gesagt, dass der Flughafen und die Hotels unbeschädigt geblieben sind“, sagt etwa Luigi Dettori. Zusammen mit Familie und Freunden freut er sich nun auf den Urlaub. „Wir haben einfach beschlossen, dass wir Abenteuerurlaub machen“, ergänzt seine Frau Carola. Von Anspannung ist bei der siebenköpfigen Reisegruppe aus Kassel nichts mehr zu merken.     

Was Kos-Urlauber jetzt wissen müssen. 

Mitten in der Urlaubszeit treffen die Nachrichten die Reisebranche schwer. Erst gab es im Ägyptischen Badeort Hurghada den Messeranschlag auf zwei Frauen aus dem Kreis Peine. Dann wurden Deutsche in der Türkei mit fadenscheinigen Begründungen wegen angeblicher Kooperation mit Terrorgruppen verhaftet – das Auswärtige Amt gab einen Reisehinweis heraus. Und jetzt wurde für Griechenlandurlauber die Natur zur Gefahr.

Die Touristen am Flughafen in Langenhagen versuchen, sich die Urlaubstage nicht vermiesen zu lassen. Daniel Ridderbusch sagt, er habe ein „absolut sicheres Gefühl“. Kurz sei er geschockt gewesen, als er die Nachricht am Morgen im Radio gehört hat. Um sich zu informieren, rief er im Reisebüro an. „Doch die wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht mal, dass es ein Erdbeben gegeben hatte“, sagt seine Frau Cornelia. Die Ridderbuschs haben sich daraufhin selbst auf eine Internetrecherche begeben. „Wir werden ja am Strand liegen, und da soll alles in Ordnung sein“, sagt Daniel Ridderbusch.

Anspannung deutlich spürbar

Eine andere Passagierin sieht nicht glücklich aus, als sie ihren Koffer abgegeben und zusammen mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ins Flugzeug eingecheckt hat. „Ich habe Angst, dass noch mal etwas passiert, wenn wir da sind“, sagt sie mit leiser Stimme. In ihrem Gesicht ist die Anspannung deutlich zu sehen. Ihr Mann ist hingegen gelassen und versucht sie zu beruhigen.

Urlauber Theodor Jeske aus Soest hat seiner Partnerin Elena Fischer und ihrer Freundin vor dem Abflug lieber gar nicht gesagt, was er morgens in den Nachrichten gehört hat. Plötzlich aber laufen beim Einchecken aktuelle Bilder von Kos über einen Fernsehschirm neben dem Schalter. „Ach du meine Güte“, entfährt es Fischer. Ihr Freund beruhigt sie – und gesteht: „Ich habe das am Morgen mitbekommen, aber habe nichts erzählt – sonst wären die beiden in Soest nicht mehr mit mir ins Auto gestiegen.“    

Reisende sollten sich vorab informieren

Der Ferienflieger in Richtung Kos, der gestern in Langenhagen abhob, gehört zur Langenhagener Fluggesellschaft Tuifly. Dort versucht Unternehmenssprecher Jan Hillrichs, die Sorge nach dem Seebeben zu dämpfen. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit den griechischen Behörden.“ Die Lage am Flughafen Kos-Hippokrates sei sicher. „Wir würden nicht starten, wenn es Probleme gäbe“, sagt Hillrichs.
Alle Tuifly-Maschinen konnten gestern von Deutschland aus starten. Nur direkt nach dem Erdbeben sei es „vereinzelt zu Verspätungen gekommen“. Der Grund: Der Flughafen auf der griechischen Insel wurde kurzzeitig geschlossen, öffnete aber wenig später mit eingeschränktem Betrieb wieder.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes gab es einen aktuellen Hinweis zur Situation auf Kos. Dort wurde Reisenden empfohlen sich vor Urlaubsantritt mit den Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen. Zudem müsse mit vorübergehenden Beeinträchtigungen und mit Verspätungen im Luft- und Fährverkehr der Infrastruktur gerechnet werden, heißt es dort. pah/jsp     

Von Julia Polley

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