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So haben sich die Hannoveraner im Bundestag geschlagen

Zahlen, Daten, Fakten So haben sich die Hannoveraner im Bundestag geschlagen

Zehn Hannoveraner sitzen derzeit im deutschen Bundestag. Doch wer sind die Volksvertreter aus der niedersächsischen Landeshauptstadt überhaupt? Und vor allem: wie haben sie sich im Bundestag geschlagen? Ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Wahlperiode. 

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Vier von zehn: Auch diese Hannoveraner haben einen Sitz im Bundestag. Im Uhrzeigersinn: Edelgard Bulmahn (SPD), Ursula Von der Leyen (CDU), Dieter Dehm (Linke) und Sven-Christian Kindler (Grüne).

Quelle: HAZ/M

Hannover/Berlin. Maria Flachsbarth hatte einen besonders langen Atem: 27 Minuten und 30 Sekunden stand die CDU-Politikerin als Parlamentarische Staatssekretärin für Ernährung und Landwirtschaft im Parlament Rede und Antwort zu Gefahren für die menschliche Gesundheit durch das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Im Vergleich mit ihren hannoverschen Mitstreitern ist das ein Rekord. Die kürzeste Wortmeldung kam hingegen von den Linken. Diether Dehm benötigte im November vergangenen Jahres nur 56 Sekunden, um bei der „aktuellen Lage in der Türkei“ das Gesagte seines Vorredners Andreas Nick (CDU/CSU) zu hinterfragen.

Zehn Hannoveraner wurden bei den jüngsten Wahlen 2013 in den Bundestag gewählt - mit dabei sind einige auch bundesweit prominente Persönlichkeiten.

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Am 24. September wird der neue Bundestag gewählt. Damit endet auch für zehn Abgeordnete aus Hannover die aktuelle Legislaturperiode. Und wie sehr haben sich die Politiker für ihre Wähler engagiert? Die Frage ist mit Vorsicht zu genießen, denn die Abgeordneten mussten noch mehr tun, als im Parlament zu sitzen. Auch im heimischen Wahlkreis werden die Bundestagsvertreter gerne gesehen und glänzen, wenn sie im Parteibüro erreichbar sind.

Beim Wort sollten Politiker dennoch genommen werden. Von den Abgeordneten aus Hannover sprach ein Grüner besonders oft: 43-mal stand Sven-Christian Kindler am Rednerpult. Mehr zu sagen hatte da nur Ursula von der Leyen (CDU/CSU). Die Verteidigungsministerin kam in der endenden Legislaturperiode zwar nur auf 42 Reden, sprach dabei aber insgesamt sechs Stunden, 32 Minuten und 19 Sekunden – und damit eineinhalb Stunden länger als Kindler.

Ruhiger blieb es um Wilfried Lorenz, der 2013 mehr oder weniger zufällig über die CDU-Landesliste in den Bundestag gerutscht war. Er saß zwar in 235 von 245 Sitzungen, meldete sich allerdings nur siebenmal zu Wort und sprach dabei etwas länger als eine Dreiviertelstunde – weniger als alle anderen Abgeordneten aus Hannover.

Die Redner dürfen allerdings auch nicht beliebig lange ausholen. Die Redezeit ist im Deutschen Bundestag nämlich streng reglementiert: Die Parteien erhalten je nach Sitzen unterschiedlich viel Redezeit, die sie unter ihren Abgeordneten aufteilen können. Von einer Stunde erhielt die Union aus CDU/CSU exemplarisch 27 Minuten, die SPD 17 und die Opposition aus Linken und Grünen je acht Minuten.

Die Arbeit im Parlament kann darunter leiden, wenn sich die Politiker in zusätzlichen Ämtern engagieren – und sich dabei auf einer anderen Ebene verdient machen. Verteidigungsministerin von der Leyen etwa besuchte Soldaten im In- und Ausland. Und als Vizepräsidentin des Bundestages vertrat Edelgard Bulmahn (SPD) das Parlament gelegentlich auf Festakten oder Gedenkveranstaltungen.

Und wie oft nahmen die Abgeordneten am Plenum teil? Die meisten hannoverschen Kandidaten versichern, nur gefehlt zu haben, wenn es nicht anders ging. Aufschluss geben hier die Abstimmungen. Wer – oft aus gutem Grund – bei namentlichen Abstimmungen fehlte, bekam ein „nicht abgestimmt“ eingetragen. Es sei denn, der oder die Abgeordnete wollte sich nicht an der demokratischen Entscheidungsfindung beteiligen.

Besonders häufig war das selbstverständlich bei Ministerin von der Leyen der Fall. In den 211 namentlichen Abstimmungen der vergangenen Regierungszeit gab sie in 52 Fällen keine Stimme ab. Aus Hannover war ansonsten besonders häufig von Linken-Vertreter Dehm (29-mal) und dem Grünen-Abgeordneten Kindler (28-mal) keine Stimme eingegangen.

Von den zehn hannoverschen Abgeordneten scheiden zwei für die kommende Wahl aus: Weder CDU-Mann Lorenz noch die SPD-Politikerin Bulmahn stehen auf der Liste ihrer Parteien. Auf den Stimmzetteln haben die Wähler am 24. September dennoch reichlich Auswahl: Bei 34 Kandidaten aus Hannover kann ein Kreuz gesetzt werden.

Von Linda Tonn und Nils Oehlschläger

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