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So kommen sie zum „Boss“

Konzert von Bruce Springsteen So kommen sie zum „Boss“

Ab 19 Uhr tritt der „Boss“ in der AWD-Arena auf. Für Kurzentschlossene gibt es noch Karten an der Tageskasse am Nordeingang des Stadions. Die Üstra setzt für die Anreise zusätzliche Bahnen ein. Wer mit dem Auto kommt, muss sich auf volle Straßen einstellen.

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300 Tonnen Stahl für viel Licht und den guten Ton: Der Aufbau der Bühne vor der 96-Fankurve hat drei Tage gedauert.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Die Jungs von Coldplay hatten allerhand blinkenden Bombast dabei, als sie im vergangenen Jahr an gleicher Stelle auftraten - von Pyrotechnik, über Riesenballons bis hin zu Konfettiregen. Bruce Springsteen dagegen ist kein Freund von großem Pomp. „Gimmicks und aufblasbare Puppen gibt es nicht“, sagt Klaus Kunzendorf, Produktionsleiter der Konzertagentur Marek Lieberberg. „Die Musik soll im Vordergrund stehen.“

Der Aufwand im Vorfeld des Konzerts war dennoch kaum geringer als bei anderen Weltstars. Allein am Aufbau der Bühne arbeiteten 80 Menschen drei Tage lang. Zehn Sattelschlepper wurden benötigt, um 300 Tonnen Stahlgerüst zu transportieren. Die Bühne ist mit einer Breite von 60, einer Tiefe von 40 und einer Höhe von 24 Metern denn auch das, was Gerüstbauer eine Riesenbühne nennen. Für die gesamte Produktion sind insgesamt rund 1200 Menschen im Einsatz. Auch bei Licht- und Tontechnik spart der „Boss“ nicht. „Das ist die maximale Größenordnung, mehr geht eigentlich nicht“, sagt Kunzendorf. „Springsteen nutzt das Material nur anders.“

Warten auf den "Boss": Am Dienstagabend tritt Bruce Springsteen in der AWD-Arena auf. Tausende machten sich auf den Weg in die AWD-Arena.

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Die Bühnentechnik vom „Boss“ soll keinen Bombast produzieren. Springsteen will keinen großen Unterschied machen zwischen sich und seinen Fans. Sein Motto: Ich bin einer von euch. Während andere Weltstars sich selbst in Lichtkegel hüllen und die Fans im Dunkeln bleiben, beschreitet der 63-Jährige einen anderen Weg. Beim Konzert am Dienstag in der AWD-Arena werden die Flutlichtmasten das Stadion und damit die rund 40.000 Zuschauer immer wieder taghell erleuchten. Das macht Springsteen bei seinen Konzerten eigentlich immer so. Der „Boss“ will wissen, für wen er spielt.

In Hannover gibt Springsteen das zweite von vier Deutschland-Konzerten, am Sonntag war er im Olympia-Stadion in München zu Gast. Nach Hannover folgen Auftritte in Mönchengladbach (5. Juli) und in Leipzig (7. Juli). Das Konzert in der 96-Arena ist damit das einzige in Norddeutschland. Für die Veranstalter von der Agentur Hannover Concerts geht mit dem Auftritt vom „Boss“ ein lang gehegter Traum in Erfüllung, denn Bruce Springsteen war nie zuvor in der Landeshauptstadt zu Gast. Der Abstand zu Hamburg als Pop- und Rockhauptstadt in Deutschlands Norden scheint geringer zu werden. Zumal auch Robbie Williams am 27. Juli in der Arena am Maschsee sein einziges Konzert in Norddeutschland gibt.

In der AWD-Arena laufen die Vorbereitungen für das anstehende Konzert von Bruce Springsteen.

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Tickets:

Für das Bruce-Springsteen-Konzert heute Abend gibt es noch Karten: Die Tickets kosten zwischen 78,40 Euro und 101,40 Euro, es gibt sie im Vorverkauf und ab 16 Uhr an den Tageskassen am Nordeingang des Stadions. Einlass ist um 17 Uhr. Das Konzert beginnt gegen 19 Uhr.

Unfall auf dem Messeschnellweg:

Vor dem Konzert kam es auf dem Messeschnellweg Richtung Süden zwischen Misburg und Seelhorster Kreuz zu einem Auffahrunfall. Iin der Folge war nur eine Spur befahrbar und der Verkehr stockte auf etwa sechs Kilometern. Mittlerweile ist die Unfallstelle geräumt und der Verkehr fließt wieder. Rund um das Konzert müssen sich Autofahrer aber auf volle Straßen einstellen.

Verfügbare Parkplätze:

Der Schützenplatz steht für Parkplatzsuchende ohne Einschränkungen zur Verfügung. Dennoch empfiehlt Polizeisprecher Holger Hilgenberg auf den öffentlichen Nahverkehr auszuweichen, sofern das möglich ist. Größere Park+Ride-Plätze befinden sich unter anderem an den Stadtbahnhaltestellen Altwarmbüchen (101 Stellplätze), Paracelsusweg (200), Mühlenberger Markt (103) und Wettbergen (111). Alle Parkplätze sind über die Stadtbahnlinie 3 direkt mit den Haltestellen Waterloo und Stadionbrücke verbunden.

Die Mütze ist längst Vergangenheit: Bruce Springsteen in den siebziger Jahren.

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Stadtbahnverkehr verstärkt:

Auf der Stadtbahnlinie 3 fahren für das Konzert heute Drei-Wagen-Zügen. Außerdem setzt die Üstra für den Anreiseverkehr zwischen 17 und 19.30 Uhr zusätzliche Bahnen zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Stadionbrücke ein. Für den Abreiseverkehr sind von 23.15 bis 0.15 Uhr zwischen den Haltestellen Waterloo, Stadionbrücke und Hauptbahnhof zusätzliche Züge unterwegs. Die Eintrittskarte gilt heute von 14 Uhr bis Betriebsschluss als Kombiticket für den öffentlichen Nahverkehr.

Die Hits und die Hymnen

Mehr als ein Dutzend Alben, vielleicht 150 Lieder – aber welche davon spielt der „Boss“ in Hannover? In München sang er vorgestern zur Überraschung der Fans das gesamte „Born in the USA“-Album. Weil Springsteen dafür bekannt ist, seine Setlist von Abend zu Abend und manchmal erst während des Konzerts festzulegen, darf spekuliert werden. Einen Hinweis bietet die von Fans im Internet liebevoll gepflegte Liste der Titel und wie oft sie auf den bisher 21 Konzerten der „Wrecking Ball“-Tour (Hannover ist die 22. Station) zu hören waren.

Die Übersicht der Dauerbrenner:

Dancing in the Dark, Wrecking Ball, Tenth Avenue Freeze-Out, Badlands, Death to my Hometown, Waitin’ on a Sunny Day, Born to Run (alle 21-mal); Shackled and Drawn (20); The Rising, Spirit in the Night, We Take Care of our Own (15); Hungry Heart (13); Born in the USA, Thunder Road (12); Pay me my Money, Darlington County, Out in the Street (11); Ghost of Tom Joad, The Promised Land (10); The River (9); She’s the One, Open all Night, Prove it all Night (8).

Mehr zum „Boss“ gibt es hier.

Stefanie Nickel, Christian Link und Volker Wiedersheim

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