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So läuft der Obama-Besuch in Hannover ab

Was Sie wissen müssen So läuft der Obama-Besuch in Hannover ab

Vom 24. bis 25. April besucht US-Präsident Barack Obama Hannover. Doch was macht er eigentlich genau? Wo schläft er? Wie fliegt er? Wann landet er? Wo kann man vielleicht einen Blick auf den Präsidenten erhaschen? Alles zum Obama-Besuch.

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In Herrenhausen trifft sich Barack Obama am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Vier-Augen-Gespräch und einem Arbeitsessen. 

Quelle: dpa

Wann und wo landet der Präsident?

Nach Informationen der HAZ soll die Air Force One aus London kommend mit dem Präsidenten und seiner Entourage an Bord am Sonntagmittag, 24. April, gegen 12.50 Uhr auf dem Flughafen Hannover in Langenhagen landen. Abflugtermin am Montag ist 13.25 Uhr. Die Präsidentenmaschine wird im Westbereich des Flughafens geparkt. Vom Vorfeld aus erfolgt der Weitertransport von Barack Obama nach Herrenhausen entweder auf der Straße mit Limousine und Eskorte oder mit dem Hubschrauber. Beide Szenarien werden angeblich zuvor geprüft, eine Entscheidung soll kurzfristig fallen. Flughafensprecher Sönke Jacobsen machte zu diesen Dingen keine Angaben. Er bestätigte allerdings, dass der Flughafen bereits Detailplanungen angegangen ist. „Es kommt zu Behinderungen, aber keinen langfristigen Sperrungen. Die Terminals bleiben offen, weil Obama dort nicht hinkommt“, sagt Jacobsen. Die Dachterrasse, die ein logischer Anlaufpunkt für Zuschauer wäre, dürfte aber gesperrt werden. Für Pressevertreter lässt der Flughafen extra eine Tribüne aufbauen. Unklar ist vorerst, ob Zaungäste Blicke auf die Präsidentenmaschine werfen können. So steht noch nicht fest, ob die Wege abgeriegelt werden, die zu den Zäunen an den Landebahnen führen. „Wir versuchen, eine Besichtigungsmöglichkeit zu schaffen“, sagt Jacobsen. „Was wir bei der Air Force One machen können, entscheiden die amerikanischen Sicherheitsdienste.“

Was macht Obama am Sonntag?

In Herrenhausen trifft er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Vier-Augen-Gespräch und einem Arbeitsessen. Dabei wird Obama voll allem für das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP werben. Das Catering im Schloss Herrenhausen übernimmt nach Informationen der HAZ das Vier-Sterne-Hotel Landhaus am See (Garbsen). Im historischen Galeriegebäude ist eine Veranstaltung für den Präsidenten geplant. Mit welchen Sicherheitsvorkehrungen die Anwohner in Herrenhausen rechnen müssen, ist noch unklar. Später wird Obama zum Hannover Congress Centrum (HCC) chauffiert. Dort eröffnet er am Abend bei einem Festakt mit mehr als 2500 geladenen Gästen zusammen mit Kanzlerin Merkel die Hannover Messe.

Wo wird der Präsident übernachten?

Aller Voraussicht nach schläft Obama im Seefugium in Isernhagen NB. In dem idyllisch gelegenen Hotel sind für den Zeitraum des Besuchs zumindest alle Zimmer geblockt. Das Haus verfügt über eine große Suite sowie sieben Gästeappartments. Das Anwesen mit See ist sehr weitläufig, auf der Wiese vorm Haus „kann theoretisch problemlos ein Hubschrauber landen“, sagt Christopher Bothe, der das Veranstaltungshotel leitet. Mehr sagt Bothe nicht: „Ich bitte da um Verständnis.“ Außerdem sind Zimmer für die amerikanische Delegation im Landhaus am See in Garbsen reserviert, zudem im Schlosshotel Münchhausen in Aerzen. Die Entourage Obamas umfasst rund 650 Menschen, darunter Elitesoldaten. Auch andere Hotels in und um Hannover sind für die Mitarbeiter des Präsidenten gebucht.

Wie läuft der Montag ab?

Am Montagmorgen begibt sich Obama zum Messegelände und besucht zusammen mit Merkel die Messe, begleitet von Spitzenpolitikern wie EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Mittags wird der Präsident wieder die Air Force One in Langenhagen besteigen und seine Hannover-Visite beenden.

Protokollarisch gesehen handelt es sich nicht um einen Staatsbesuch, sondern lediglich nur um eine Messeeröffnung. Doch Obamas letzte Präsidentenreise nach Deutschland gilt als politisch aufgeladen. Die Sicherheitsvorkehrungen stellen alles in den Schatten, was die Messestadt bisher erlebt hat. „Es wird zwar kurzzeitig Unannehmlichkeiten für Anwohner geben, aber für das Standortmarketing ist der Besuch eine ganz große Chance“, sagt Hannovers Marketing- und Tourismus-Chef Hans Nolte.

Wann war der letzte hohe Staatsbesuch in Hannover?

Höchste Sicherheitsstufe, Scharfschützen, Straßensperren: Beim letzten hohen Staatsbesuch zur Eröffnung der Hannover-Messe war 2013 Russlands Präsident Wladimir Putin angereist. Damals schlief Bundeskanzlerin Angela Merkel am Maschsee im Courtyard-Hotel, Putin in der 180 Quadratmeter großen Präsidentensuite des Maritim Grand-Hotels gegenüber dem Rathaus. Das geht heute nicht mehr, dort ziehen in Kürze Flüchtlinge ein. Damals waren im Hotel komplette Etagen für Putins 100-köpfige Entourage reserviert, für den Präsidenten waren abhörsichere Leitungen verlegt und ein spezieller Sicherheitsraum eingerichtet worden, der ungestört direkten Kontakt nach Moskau erlaubte.

Wenn Putin durch die Stadt fuhr, wurden Straßen kurzfristig gesperrt, Scharfschützen auf den Dächern der City bewachten jeden Schritt. Auf der Messe kam es trotzdem zum Eklat: Barbusige Femen-Aktivisten näherten sich Putin bis auf wenige Meter. Zum Abendessen nach der Messeeröffnung speisten Merkel und Putin im Gästehaus der Landesregierung. Danach traf sich Putin privat mit seinem Duzfreund Gerhard Schröder, am nächsten Morgen legte er einen Kranz am Ehrenfriedhof am Maschsee nieder.

Hier finden Sie alle Infos zum Sicherheitsbereich rund um das HCC.

Von Andreas Schinkel, Bernd Haase und Susanna Bauch

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