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Große Schäden durch "Xavier": So laufen die Aufräumarbeiten

Sturm Große Schäden durch "Xavier": So laufen die Aufräumarbeiten

Stromausfälle, gesperrte Straßen, gestrichene Flüge - und vor allem: massive Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Sturm „Xavier“ hält auch nach seinem Abzug die Menschen im Norden Deutschlands in Atem. Seine Bilanz klingt verheerend. Sieben Menschen starben. Die Aufräumarbeiten dauern an. 

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Quelle: HAZ-Collage

Hannover. Das große Aufräumen nach dem verheerenden Sturmtief „Xavier“ dauert in den betroffenen Regionen Deutschlands an. Vor allem der Bahnverkehr war auch am Freitag noch erheblich eingeschränkt. Es werde mit Hochdruck geräumt, sagte Bahnsprecher Achim Stauß dem Fernsehsender Phoenix. „Die Schäden sind doch recht groß.“  Bäume, Äste und umgeknickte Masten für Signale und Oberleitungen blockierten Gleise an mehreren Hundert Stellen, berichtete das Verkehrsunternehmen. Zur Reparatur der Oberleitungen seien mehr als 100 Mitarbeiter mit 17 Spezialfahrzeugen im Einsatz.  Zahlreiche Reisende saßen in Folge der Ausfälle am Hauptbahnhof Hannover fest. Rund 10.000 Personen mussten betreut werden. 

„Xavier“ war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) einer der schlimmsten Stürme der vergangenen Jahrzehnte. Er war am Donnerstag vor allem über den Norden und Osten Deutschlands hinweggefegt. In Brandenburg stürmte er mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 122 Stundenkilometern am heftigsten. Besonders schwer betroffen waren auch Berlin, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sieben Menschen starben, darunter auch die Journalistin und Politik-Expertin Sylke Tempel.

Trotz der schweren Verwüstungen sei „Xavier“ kein besonders außergewöhnlicher Sturm gewesen. „Sturm- und Orkantiefs gehören zum Herbst dazu und es muss immer wieder mit ihnen gerechnet werden“, erklärte DWD-Meteorologin Tanja Dressel. Bemerkenswert sei in diesem Fall, dass der Sturm ein „Schnellläufer“ war, der sich sehr rasch innerhalb weniger Stunden weiterbewegt hat, vom Nordwesten bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Osten.

Gleich nach dem Sturm beginnt das Aufräumen: Auch Am Tag nachdem "Xavier" über Norddeutschland getobt ist, sind noch überall die Spuren der Verwüstung zu sehen. 

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Millionenschäden

Für die Versicherer wird der Sturm Xavier zwar teuer, aber die Schäden dürften bei weitem nicht die Größenordnung großer Orkane der Vergangenheit erreichen. So rechnet die Versicherungsgruppe Hannover mit einem Schadenaufwand von 14,5 Millionen Euro. Ein Großteil davon entfällt auf Gebäudeschäden, ein kleiner Teil aber auch auf Schäden an Autos, die über die Teil- beziehungsweise Vollkaskoversicherung abgedeckt sind.

Unwetter

Welche Versicherungen zahlen?

Nach weiteren Angaben eines Sprechers wird die Zahl der Schäden, die die VGH regulieren muss, auf insgesamt knapp 13.000 geschätzt. Damit sei Xavier ein „durchaus großes Massenschadenereignis“, hieß es. „Es spielt aber nicht in der Liga der herausragenden Stürme wie Kyrill“ im Winter 2007“. Damals hatte allein die VGH 90 Millionen Euro Schadenaufwand zu verkraften. Der Gesamtschaden für die deutschen Versicherer betrug seinerzeit 2,4 Milliarden Euro.     

Umgestürzte Bäume, Autos mit Totalschaden, abgedeckte Dächer: Sturm "Xavier" sorgt für zahlreiche Schäden in Hannover und dem Umland.

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Wetter bleibt ungemütlich

Für die nächsten Tage rechnen die Meteorologen mit anhaltend ungemütlichem Wetter mit viel Regen. In der Nähe der Küsten und auf den Bergen kann der Wind in Böen wieder Sturmstärke erreichen. Am Sonntag erwarten die Fachleute vor allem im Süden bedeckten Himmel und immer wieder Regen.

pah/mbb/dpa/ash

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