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So modern wird die neue Sporthalle in Vinnhorst

Ein Traum für Turner und Handballer So modern wird die neue Sporthalle in Vinnhorst

Ein großzügiger Spender finanziert 15 Millionen-Bau für TuS Vinnhorst mit Tribünenhalle und Turnerzentrum. Der Entwurf des Architekturbüros Kiefer und Kiefer zeigt einen Glaspalast mit großzügigem Foyer. Er soll etwas abgelegen nördlich des Mittellandkanals an der Straße Grashöfe entstehen.

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Die neue Halle mit Glasfassade (rechts) bietet ein Spielfeld mit Tribüne und ein Trainingszentrum für Turner. Ein verglaster Gang führt zur alten Halle.

Quelle: Entwurf: Kiefer und KIefer

Hannover. Es ist wie ein Sechser im Lotto: Für rund 15 Millionen Euro will sich der Turn- und Sportverein Vinnhorst eine neue Halle auf sein von der Stadt gepachtetes Gelände setzen. Der Breitensportverein mit aktuell rund 740 Mitgliedern kann eine solche Investition selbstverständlich nicht allein stemmen. Ein Sponsor will die Bausumme spendieren. Der Entwurf des Architekturbüros Kiefer und Kiefer zeigt einen Glaspalast mit großzügigem Foyer. Er soll etwas abgelegen nördlich des Mittellandkanals an der Straße Grashöfe entstehen.

„Wir freuen uns sehr, weil wir unseren beiden großen Sparten den Aufstieg in höhere Ligen ebnen wollen“, erklärt Vereinsvorsitzender Uwe Jankowski. Die Kunstturner bewegen sich bereits in der 2. Bundesliga. Als Trainer arbeiten renommierte Stars wie Alfred Lefebre und seit Kurzem auch Andreas Aguilar, ehemals Weltmeister an den Ringen. Die Handball-Herren dribbeln in der Verbandsliga und haben die Oberliga im Visier.

Besonders für die leistungsstarken Turner bedeutet der Neubau einen echten Fortschritt. In dem geplanten Turnzentrum bekommen sie einen Trainingsraum mit fest installierten Geräten, die sie nicht mehr nach jedem Training wieder abbauen müssen. Noch mehr Platz nimmt in dem neuen Gebäude eine Tribünenhalle für gut 700 Zuschauer ein, in der die Handballer des Vereins sich optimal präsentieren können. Mehr Zuschauer, bessere Sichtmöglichkeiten - der TuS Vinnhorst erhofft sich so auch bessere Werbeeinnahmen.

Rita Girschikofsky, Vorsitzende des Stadtsportbunds, kann sich nicht erinnern, dass ein anderer Verein eine vergleichbare Spende bekommen hat. „Das ist etwas ganz Besonderes. Ich kann den Verein nur beglückwünschen.“ Girschikofsky gibt aber zu bedenken, dass die Folgekosten beträchtlich sein dürften. Neben Ausgaben für Betrieb und Pacht müssten auch Rücklagen für Gebäudeschäden gebildet werden.

Mit der Stadt laufen aktuell noch Verhandlungen über den rechtlichen Rahmen. Ziel ist ein Erbbaurechtsvertrag. „Wir freuen uns natürlich über das Engagement und darüber, dass hier eine Sportfläche erheblich erweitert wird“, betont Stadtsprecher Udo Möller. Die Stadt profitierte zuletzt 2001 von einer Privatspende: Die Elsa-Brändström-Schule bekam damals eine Million D-Mark für einen Anbau.

Der großzügige Geldgeber ist vielen bekannt, er will mit seinem Namen aber nicht in die Öffentlichkeit treten. Der Unternehmer ist langjähriges Vereinsmitglied, die Spende tätigt er aus alter Verbundenheit. Der Hallenbau ist Teil einer langfristigen Strategie: Der TuS Vinnhorst hat für seine beiden leistungsstarken Sparten gute Trainer gewinnen können. Es hilft, dass der Personaldienstleister ZAG 2016 für acht Jahre das Sponsoring für die Aufstiegsteams übernommen hat und Ausgaben wie Trainerhonorare, Fahrtkosten, Trainingslager trägt.

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