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So reagieren die Kommunen auf die Südlink-Pläne

Stromtrasse So reagieren die Kommunen auf die Südlink-Pläne

Tennet hat mit seinen am Dienstag bekannt gegebenen Alternativkorridoren für die Erdkabel der Stromtrasse Südlink überrascht. Während die neuen Planungen in manchen Kommunen für Freude sorgen, sind andere gar nicht einverstanden.

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Die Reaktionen der betroffenen Kommunen auf die neuen Pläne fallen unterschiedlich aus.

Quelle: HAZM

Hannover. Von „einer ganz, ganz guten Nachricht“ sprach Axel Düker, Bürgermeister von Burgwedel, am Dienstag, nachdem Netzbetreiber Tennet seine Alternativkorridore vorgestellt hatte – denn seine Stadt wäre nun nicht mehr betroffen. Ebenso die Wedemark, deren Bürgermeister Helge Zychlinski sich „sehr beruhigt“ zeigte. „Gleichwohl werden wir alle Informationsveranstaltungen besuchen, um sicher zu sein, dass nicht noch mal was durch die Hintertür kommt.“ Im Bereich Stelle wäre nach früheren Plänen auch die Gemeinde Isernhagen betroffen gewesen. Bauamtsleiterin Heike Uphoff begrüßte die neuen Varianten – aber diese gingen zulasten anderer Kommunen. Die Gemeinde werde eng dranbleiben am Thema Südlink. „Wir haben im bisherigen Verfahren schon viel erlebt.“

Das Neustädter Land – im ersten Planungsstadium nur im äußersten Randbereich bei Esperke betroffen – würde mit in einer von zwei Planungsvarianten vollständig von Süd nach Nord durchzogen. In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Neustadts Verwaltung gestern überrascht: „Wir haben die aktuellen Pläne heute zur Verfügung gestellt bekommen“, teilte Sprecherin Kathrin Kühling mit.

„Die Südlinktrasse durch Garbsen widerspricht dem Bündelungsgebot und ist daher für die Bürgerinitiativen weiterhin inakzeptabel“, sagt deren Vertreter Hans-Rüdiger Steinmetz und nimmt dabei Bezug auf die Belastung durch Autobahn, Schienentrasse und Flughafen. Er kritisiert: „Die Erdverkabelung hat – wie die Freileitung – gravierende Auswirkungen auf Natur und Umwelt.“ Bürgermeister Christian Grahl hofft, weitere Belastungen der Garbsener abwenden zu können: „Ich lehne jede weitere spürbare Zerschneidung des Stadtgebietes ab.“ Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn fordert, die Beeinträchtigungen der Landwirtschaft gering zu halten – sonst müsse man auch „über Entschädigungen reden“.

„Wennigsen ist wieder mit sensiblen Landschaftsräumen betroffen“, sagt Bürgermeister Christoph Meineke. „Die Planung ist mehr als erklärungsbedürftig.“ Auch Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms ist sehr überrascht. „Wir haben

gedacht und gehofft, dass wir aus der Planung raus sind, und sind doch wieder mittendrin.“
Aus Sicht von Barsinghausens Baudirektor Tobias Fischer ist es wichtig, dass die Trasse den jüngsten Plänen zufolge als Erdkabel geführt werden soll. „Das ist eine ganz andere Wirkungsweise als bei den extrem hohen Freileitungsmasten“, betont Fischer.

Lehrte und Sehnde wären nach den neuen Plänen aus dem Spiel. Betroffen wäre dagegen Uetze, im Rathaus hielt man sich gestern jedoch noch bedeckt. Holger Hennies, Vorsitzenden des Landvolks in der Region Hannover und Landwirt in Schwüblingsen, ließ durchblicken, dass die Ausgleichzahlungen für die Landwirte angesichts der guten Böden in der Region teuer würden.

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