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So reagiert der Zoo Hannover auf die Quälerei-Vorwürfe

Elefanten misshandelt? So reagiert der Zoo Hannover auf die Quälerei-Vorwürfe

Tierschützer werfen Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. Der Zoo kündigte am Mittwoch an, konsequent zu handeln, sollte irgendwo ein Fehlverhalten stattgefunden haben. Vorher wolle man die Aufnahmen genau analysieren. 

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Elefanten im Zoo Hannover. 

Quelle: dpa

Hannover. Nach Misshandlungs-Vorwürfen gegen Elefantenpfleger will der Zoo Hannover die von Tierschützern heimlich gefilmten Aufnahmen genau analysieren. "Sollte irgendwo ein Fehlverhalten stattgefunden haben, werden wir konsequent handeln", sagte Zoo-Direktor Andreas Casdorff am Mittwoch. Die Tierrechtsorganisation Peta hatte im Herbst Kameras im Trainingsbereich der Elefantenanlage versteckt und dokumentiert, wie Pfleger Jungtiere mit dem Einsatz von Elefantenhaken und Peitsche dressieren. Peta hat bei der Staatsanwaltschaft Hannover Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen die Zoo-Verantwortlichen erstattet.

Das heimlich erstellte Videomaterial zeigt, wie Pfleger junge Elefanten mit der Metallspitze des Elefantenhakens mehrfach traktieren. Ein Tier wird angewiesen, sich zu drehen. Eine andere Aufnahme zeigt einen Elefanten, der auf dem Hintern sitzt und die Vorderbeine hebt. Peta wirft dem Zoo vor, den Dickhäutern Schmerzen zuzufügen, um sie für Shows zu trainieren.

Zoo: "Wir stehen für Tierschutz"

Dagegen beteuert Direktor Casdorff: "Wir müssen die Tiere trainieren, um eine Beziehung zwischen Mensch und Tier herzustellen." Dies sei zur Pflege und für medizinische Behandlungen notwendig. Vor etwa drei Jahren seien die Elefantenshows abgeschafft worden, sagte der Direktor. "Wir machen nur noch kommentierte Fütterungen. Diese Kunststücke finden nicht mehr statt."

Laut Peta stammen jedoch Aufnahmen mit Kunststücken vor Besuchern aus dem Frühjahr 2016. Im Zoo Hannover werden die Elefanten nach dem Prinzip des sogenannten "direct contacts" gehalten, die Pfleger sind Teil der Herde und untermauern ihre Autorität mit Hilfe des Elefantenhakens.

Tierschützer werden Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. Der Zoo kündigte am Mittwoch an, konsequent zu handeln, sollte irgendwo ein Fehlverhalten stattgefunden haben. 

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Nach Angaben des Verbandes der Zoologischen Gärten haben viele Tierparks - zum Teil nach Angriffen auf Pfleger - inzwischen auf indirekten Kontakt umgestellt. Auch der Zoo Hannover hat dies vor. Es erfordere aber größere Umbaumaßnahmen, sagte Casdorff. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, kritisierte am Mittwoch die Haltung von Elefanten in Zoos generell. "Wenn dann auch noch Bilder, wie aktuell aus Hannover, dokumentieren, dass die Tiere bedroht oder ihnen Gewalt angetan wird, um den direkten Umgang zu ermöglichen oder ihnen fragwürdige Kunststückchen beizubringen, so ist dies aus Tierschutzsicht nicht mehr tragbar und auch nicht mit den Ansprüchen, die Zoos heute an sich selbst stellen, vereinbar", sagte Schröder.

dpa/mak

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