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Polizei Hannover rüstet vor dem 96-Risikospiel auf

Die "Roten" gegen Dresden Polizei Hannover rüstet vor dem 96-Risikospiel auf

Fußball-Zweitligist Hannover 96 und die Polizei treffen vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden am Sonntag erhebliche Sicherheitsvorkehrungen. So wird die Innenstadt in zwei Zonen geteilt, um die Fangruppen voneinander zu trennen. Vorsorglich wird im Gästeblock kein Alkohol ausgeschenkt. Für den Bereich der 96-Fans gilt das aber nicht.

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Pokalspiel 2012: Ein Großaufgebot der Polizei versucht die Situation vor der AWD-Arena unter Kontrolle zu behalten. Damals spielten sich tumultartige Szenen in Hannover ab. Das will die Polizei vier Jahre später verhindern.

Quelle: Dröse

Hannover. Dafür dürfen 96-Anhänger nicht auf der Südseite parken. Und während der Partie bleiben die Unterränge des Südblocks, die direkt an den Bereich der Gäste grenzen, leer. Doch obwohl die Partie als Risikospiel eingestuft ist, gehen Behörden, Club und Fanvertreter davon aus, dass die Begegnung wesentlich ruhiger verlaufen wird als das Pokalspiel 2012. Damals war es zu schweren Krawallen gekommen.

Tumultartige Szenen vor der AWD-Arena in Hannover. Fans von Dynamo Dresden konnten Absperrungen durchbrechen und unkontrolliert ins Stadion gelangen.

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Etwa 32.000 Karten sind bis Donnerstag an Fans von Hannover 96 verkauft worden, aus Dresden werden rund 3300 Fans anreisen. Das ist weniger als erwartet, denn die Dresdner hatten ein Kontingent von 4444 Karten bekommen. Jedoch durften nur namentlich bekannte Vereinsmitglieder ein einzelnes Ticket für sich selbst kaufen. Das ist eine der Auflagen, die das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) dem sächsischen Club nach Vorfällen mit Dresdner Fans in der vergangenen Saison gemacht hat. Auch die Polizei rechnet damit, dass unter den Gästen in Hannover sogenannte Risikofans sein werden. Wie viele ist jedoch noch unklar.

Vorsorglich wird im Gästeblock am Sonntag kein Alkohol ausgeschenkt. Für den Bereich der 96-Fans gilt das aber nicht. Das Gerücht, die Dresdner Fans dürften keine Banner und Fahnen mitbringen, weist der Gastgeberclub zurück. „Das ist weiterhin erlaubt“, sagt Sprecher Christian Bönig. Mit einer Einschränkung: Blockbanner, die über die Fantribüne gespannt werden können, sind verboten.

Anders als zu den bisherigen Spielen öffnet die HDI-Arena ihre Tore schon um 11.30 Uhr, um Wartezeiten zu vermeiden. Schärfere Kontrollen soll es aber nicht geben, auch Spürhunde kommen nicht zum Einsatz. „Wir kontrollieren bei allen Spielen sehr stark“, sagt Bönig. „In diesem Fall haben wir nur drei Eingänge und rechnen daher mit mehr Andrang.“ Er rät Fans, möglichst frühzeitig in Richtung Stadion aufzubrechen.

Die Polizei wird am Spieltag massive Präsenz im gesamten Innenstadtbereich zeigen. Dazu bekommt sie Unterstützung aus anderen Bundesländern, weil die Kapazitäten durch Veranstaltungen und die Kommunalwahl stark eingeschränkt sind. Zudem wird Polizeivizepräsident Jörg Müller den Einsatz leiten.

Allerdings geht die Behörde davon aus, dass die Partie weitgehend störungsfrei verläuft, weil die Situation eine andere ist als 2012. „Dieses Mal ist es kein Spiel mit K.-o.-Charakter“, sagt ein Polizeisprecher. Auch der 96-Fanbeirat erwartet ein friedliches Aufeinandertreffen. „2012 waren weit mehr Dresdner hier als jetzt“, sagt Vorstandsmitglied Jannis Busse. Und eine Fanfeindschaft gebe es nicht. „Eigentlich hatten die Fangruppen außer dem Pokalspiel bis jetzt gar keine Berührungspunkte.“

Von Isabel Christian

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