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Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Altstadt Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Die Zeit des Budenzaubers ist eingeläutet: Der Weihnachtsmarkt in Hannover ist eröffnet. Wir zeigen Ihnen, wo Sie welchen Markt finden und was die einzelnen Standorte so besonders macht. Unser großer Überblick mit allen Weihnachtsmärkten.

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Der Weihnachtsmarkt in Hannover ist eröffnet - und die HAZ mit der Weihnachtshilfe mittendrin.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Lebkuchen baumelt an Bändern, Glühwein dampft in den Bechern, und auch die Holzschnitzer aus dem Erzgebirge sind wieder da. „Der Weihnachtsmarkt in Hannover spricht eine besondere Sprache“, schwärmt Arthur Armbrecht vom Schaustellerverband bei der Eröffnung des großen Spektakels auf der Bühne an der Marktkirche. Seit fast 500 Jahren gebe es den Markt jetzt: „Hier sind Sie wie in Abrahams Schoß“, ruft er den Besuchern zu. Und doch ist manches anders als in anderen Jahren.

Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt in Hannover ist eröffnet. Die besten Bilder vom ersten Tag.

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Natürlich herrscht im Gedränge zwischen den 190 Ständen Normalität, auch angesichts der Terroranschläge von Paris. Aber es ist eine Normalität, die man spürt, weil sie erst beschworen werden muss. Nicht, dass man hier mit öffentlichem Punschtrinken ein mutiges Zeichen gegen den Terror setzen könnte. Und doch ist das Wort „mulmig“ wohl das meistgebrauchte, wenn Besucher ihre Stimmung im Blick auf Paris beschreiben: „Wir verdrängen das Gefühl aber erfolgreich – und dann fühlt sich der Weihnachtsmarkt nicht anders an als sonst“, sagt die 77-jährige Helgard Krüll mit einem Lachen.

Auf der Bühne gibt es zum Auftakt Schlager: Die Spielvereinigung Linden-Nord intoniert Partyhits, ehe Hunderte Besucher den Countdown zum Einschalten der Christbaum-Lichterkette herunterzählen. „Dieser Markt ist wie ein großes Weihnachtsfest, das man den ganzen Dezember über erleben kann“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok. HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt wirbt dafür, Solidarität zu üben und für die HAZ-Weihnachtshilfe
zu spenden. Seit 40 Jahren unterstützt  die größte Hilfsaktion Hannovers Bedürftige aus der Region: „Jeder Cent geht direkt an Menschen, die Hilfe brauchen“, sagt er.

„Man kann auf jeden Fall sicher hierher kommen“

Befragt von Moderator Jan Sedelies, geht Schostok auch auf die Bedrohung ein: „Man kann auf jeden Fall sicher hierher kommen“, sagt er – und dankt den Polizisten für ihren Einsatz bei der Absage des Länderspiels. Auch Polizeipräsident Volker Kluwe ist gekommen. Er war schon oft bei der Eröffnung, doch in diesem Jahr sei es ihm besonders wichtig, sagt er. Mit seiner Präsenz will er ein Zeichen setzen: „Es ist nicht alles normal, aber es ist auch nicht so, dass man den Weihnachtsmarkt nicht besuchen könnte“, sagt Kluwe.

„Weihnachten ist das Fest des Trotzdem“, sagt auch Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Es gehe beim Weihnachtsmarkt darum, dass Menschen sich begegnen, ganz wie in der Heiligen Nacht in Bethlehem: „Schon damals spielten Wirte dabei eine Hauptrolle“, scherzt er dann. In diesem Jahr gibt es erstmals Notfallleuchten, die bei Stromausfall angehen, und eine neue Beschallungsanlage ist auch installiert: „Damit können wir die Besucher vom Platz der Weltausstellung bis zum Historischen Dorf sofort informieren, wenn beispielsweise ein Unwetter aufzieht“, sagt Marktleiter Michael Flohr. Von anderen Szenarien spricht er lieber nicht. Er veranschlagt die Zahl der Besucher am Eröffnungstag auf rund 28 000 – etwas weniger als in den Vorjahren: „Das lag aber allein am schlechten Wetter“, sagt er.

In den vergangenen Jahren waren insgesamt jeweils rund 1,8 Millionen Besucher gekommen. Die wenigsten Standbetreiber fürchten, dass es diesmal weniger werden könnten: „Angst hab‘ ich nicht“, sagt Silvia Kräupel fast trotzig. Seit 36 Jahren betreibt sie an der Marktkirche einen Stand mit Feuerzangenbowle: „Natürlich kann man nie ausschließen, dass etwas passiert“, sagt sie, „aber wenn wir unser ganzes Leben ändern, haben die Terroristen doch erreicht, was sie wollen.“

Licht aus am Kröpcke: Das „Ufo“, die neue Lichtinstallation am Kröpcke, ist für die Dauer der Weihnachtsbeleuchtung in der City planmäßig ausgeschaltet: „Es wird wieder leuchten, wenn die Pyramide dort nicht mehr steht“, sagt Marktleiter Flohr.

Weihnachten in Hannover

In unserem Weihnachtsportal "Weihnachten in Hannover" finden Sie alle Informationen rund um die Weihnachtsmärkte in der Region Hannover. Ab dem 1. Dezember können Sie hier auch täglich ein Türchen in unserem virtuellen Adventskalender öffnen.

Im Schein der angestrahlten historischen Gebäude können die Besucher bis zum 22. Dezember an 190 weihnachtlich geschmückten Buden innehalten und filigranen Christbaumschmuck, Holzspielsachen, Keramik und Haushaltswaren bestaunen. Oder sich einfach bei einer Waffel oder einer Tasse Punsch auf die Weihnachtszeit einstimmen. Auf der Bühne vor der Marktkirche gibt es ein abwechslungsreiches Programm.
Der Markt ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Ein Nachtwächter im historischen Kostüm läutet jeden Abend das Ende ein.

Die zwei anderen großen Weihnachtsmärkte

  • Hauptbahnhof: An rund 40 Ständen werden auf dem Ernst-August-Platz täglich von 11 bis 21 Uhr kulinarische Köstlichkeiten und weihnachtliches Kunsthandwerk angeboten. Außerdem gibt es ein buntes Programm auf der Veranstaltungsbühne mit Gesang, Weihnachtspop, Jazz und artistischen Einlagen. Der Markt ist bis zum 30. Dezember geöffnet, am 24. Dezember schließt er bereits um 14 Uhr, am ersten Weihnachtstag ist er komplett geschlossen.
  • Lister Meile: Ein abwechslungsreiches Angebot und der familiäre Charme sind die Anziehungspunkte des Weihnachtsmarktes auf der Lister Meile. Vom Lister Platz bis zur Wedekindstraße reihen sich mehr als 70 Buden aneinander. Eine Kindereisenbahn, Karussells und Kaspertheater bringen die Augen der Kleinen zum Leuchten. Auch die kulinarischen Köstlichkeiten lassen keine Wünsche offen. Der Weihnachtsmarkt öffnet bis zum 22. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr.

Das müssen Sie gesehen haben

Von Mittelaltermarkt bis Finnenzelt – zwischen den vielen Buden ist für jeden Besucher etwas dabei.

  • Für Kinder: Nachwuchsbäcker können in der Weihnachtsbäckerei am Marktbrunnen von 11 bis 19 Uhr Plätzchen backen. Vor dem Alten Rathaus entführt eine Märchenerzählerin täglich um 15.30 und 16.30 Uhr in fremde Welten.
  • Für Mittelalter-Fans: Auf dem Mittelaltermarkt rund um das Historische Museum jonglieren Gaukler mit Feuerkugeln, das Brot wird frisch gebacken und man kann Seilern und Schmieden bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Besucher können zudem den Beginenturm besteigen.
  • Für Finnen-Freunde: Über den Ballhofplatz weht der Duft von Flammlachs und Glögg, dem finnischen Beerenglühwein. Dazu wird Kunsthandwerk aus Rentier- und Lammfellen angeboten. Zum Finnland-Tag, dem 15. Dezember, wird der echte finnische Weihnachtsmann mit seinen Wichteln erwartet.

ton/be

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