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So schwierig ist der Wohnungsmarkt für Studenten in Hannover

Ranking der Hochschulstädte So schwierig ist der Wohnungsmarkt für Studenten in Hannover

Die Wohnsituation für Studenten in Hannover hat sich 2017 noch einmal verschlechtert. In einem bundesweiten Vergleich der Hochschulstädte landet Niedersachsens Landeshauptstadt im Mittelfeld - mit leichten Abwärtstendenzen.

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Zimmer gesucht.

Quelle: Felix Kästle

Hannover. Die Lage für Studenten, die auf der Suche nach einem Zimmer sind, hat sich 2017 in Hannover noch einmal verschärft. In einem bundesweiten Vergleich der Hochschulstädte landet Niedersachsens Landeshauptstadt im Mittelfeld – mit leichten Abwärtstendenzen. Bundesweit finden 9,7 Prozent der Studenten Platz in einem subventionierten Wohnheim. In Hannover können nur 6,3 Prozent auf diese Möglichkeit zugreifen. Das führt zu Minuspunkten in der Studie.

Die Wohnsituation für Studenten in Hannover hat sich 2017 noch einmal verschlechtert. In einem bundesweiten Vergleich der Hochschulstädte landet Niedersachsens Landeshauptstadt im Mittelfeld - mit leichten Abwärtstendenzen. Das sind die zehn Städte mit dem schwierigsten Wohnungsmarkt für Studenten. 

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1760 Bewerber für Wohnheime

Tatsächlich ist die Lage angespannt: Beim Studentenwerk Hannover warten aktuell noch 1760 Bewerber auf einen subventionierten Wohnheimplatz zum bevorstehenden Wintersemester. „Und wir rechnen mit weit mehr als tausend weiteren Interessenten, denn die Bewerbungsverfahren an den Unis sind noch nicht abgeschlossen“, sagt Studentenwerkschef Eberhard Hoffmann.

Seit Mitte des Jahres haben sich 3048 Interessenten gemeldet, von denen rund 880 inzwischen anderswo untergekommen sind. 408 Studenten konnte bisher ein Zimmer vermittelt werden. Immerhin werden bis Ende Oktober noch 500 bis 650 Wohnheimzimmer frei. Dazu gehören auch Räume im neuen Klaus-Bahlsen-Haus, das Anfang Oktober belegt werden kann.

Das Moses-Mendelssohn-Institut in Berlin hat jetzt zum fünften Mal die Wohnsituation von Studenten an 73 Hochschulstandorten in Deutschland verglichen. In dem Ranking hat Hannover sich leicht verschlechtert, liegt aber weiter im Mittelfeld.
Von der schwierigen Situation in München, Hamburg oder Stuttgart sind Studenten in Hannover noch weit entfernt. Am teuersten Standort München kostet ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft durchschnittlich 570 Euro, in Hannover ähnlich wie im Vorjahr 313 Euro. Bundesweit zahlen Studenten für diese in der Regel besonders preiswerte Wohnform 353 Euro im Monat. München landet auch in dieser Kategorie wieder auf dem schlechten 1. Platz, gefolgt von Hamburg und Stuttgart, Hannover findet sich auf Platz 33 wieder. Im Vorjahr kam Niedersachsens Landeshauptstadt in dem Vergleich auf die etwas günstigere Position 36.

Zwei Wohnheime in Planung

Günstiger als ein WG-Zimmer oder eine eigene Wohnung ist für Studenten meist ein Platz in einem geförderten Wohnheim. Das Studentenwerk Hannover bemüht sich deshalb seit geraumer Zeit, sein Angebot auszuweiten. In Planung sind zwei Wohnheime in der Dorotheenstraße sowie in der Herrenhäuser Straße.

Gleichzeitig drängen private Betreiber auf den Markt. Im neuen Apartmenthaus am Expo-Park kosten die Zimmer ab 465 Euro. Im The Fizz in der Nordstadt gibt es Apartments ab 573 Euro. An der Expo sind weitere Gebäude geplant, ebenso in Hainholz.

Bundesweit konstatiert das Moses-Mendelssohn-Institut eine Verschlechterung des studentischen Wohnungsmarkts. Die Wohnkostenpauschale von 250 Euro, die in der Ausbildungsförderung Bafög vorgesehen ist, reiche nicht aus, kritisiert Stefan Brauckmann, Direktor des Moses-Mendelssohn-Instituts. „Sie sollte endlich den lokalen Gegebenheiten angepasst werden.“     

Haben Probleme, eine Unterkunft zu finden: Laila Hadifi und Felipe Jensen.

 „Seit Januar bin ich auf der Suche“, sagt Laila Hadifi aus Hannover, die Englisch sowie Werte und Normen im dritten Semester auf Lehramt studiert. „Das Ding dabei ist, du schreibst unglaublich viele Leute an, kriegst aber kaum Antworten. Oder es steht gleich bei den Gesuchen, dass man sich nicht zu melden braucht, weil schon zu viele andere geschrieben haben. Dazu kommt, dass man sich immer so sympathisch wie möglich in einer kurzen Nachricht präsentieren muss.“ Die Suche sei sehr anstrengend – und meist ergebnislos, sagt Laila Hadifi.

Auch Felipe Jensen, Sprachstudent aus Rio de Janeiro in Brasilien, hat Probleme, eine Bleibe für sein Auslandssemester zu finden: „Ich bekomme hier keine Jobs, die etwas mit portugiesischer Übersetzung, also meinem Studienfach, zu tun haben. Deshalb habe ich nicht viel Geld für teure Zimmer. Viele der günstigen Plätze sind mittlerweile aber schon vergeben. Zimmer in Stadtteilen, die in der Nähe der Uni liegen, sind zu teuer für mich.“ nrs     

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