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So shoppt man beim Designachten-Ableger

"Design-Werke" So shoppt man beim Designachten-Ableger

So viel Rummel ist selten in Ledeburg. Mehrere Tausend Besucher kamen am Sonntag zur Premiere des Kunsthandwerkmarkts „Design-Werke“ auf das Firmengelände der ehemaligen Eilers-Werke.

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Kreativ: Katrin Lazaruk verkauft zu Garderoben umgebaute Skateboards.

Quelle: Mario Moers

Hannover. Ich wundere mich, was hier für ein Volksauflauf ist“, bemerkt der Ledeburger Rüdiger Reinecke am Sonntagmorgen verdutzt. Selten ist so viel los in seinem beschaulichen Wohngebiet am Entenfang. Ein „Festival der schönen Dinge“, so das Motto des Kunsthandwerkmarkts „Design-Werke“, zog mehrere Tausend Besucher aus dem gesamten Stadtgebiet auf das Gelände der ehemaligen Eilers-Werke. Veranstalterin Sandra Strüber zeigte sich überwältigt von dem Andrang. „Damit habe ich nicht gerechnet“, freute sie sich. Strüber ist die Erfinderin des Design-Weihnachtsmarkts „Designachten“, mit dem sie seit sechs Jahren im Einrichtungshaus Sofa Loft in der Südstadt eine starke Marke entwickelt hat. Die trendige Mischung aus jungem Design, Lifestyle-Allerlei, Musik und lockerer Flohmarktatmosphäre scheint auch in Ledeburg zu funktionieren. An 58 Ständen stöberten Kunden und Flaneure aller Altersklassen über den alternativen Markt.

Beim Kunsthandwerkmarkt "Design-Werke" verkaufen Designer ihre Stücke. Der Markt zog mehrere Tausend Besucher nach Ledeburg. 

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Unzählige originelle Produkte

„Meine Tochter hat in Kürze Geburtstag und sie hat bereits alles“, erklärt eine ältere Dame dem Verkäufer am Lederwarenstand ihren Besuch. Vom selbst gefertigten Portemonnaie über Erdbeersalz und Brillen aus Holz bis zum Gin aus hannöverschen Kräutern gibt es unzählige originelle Produkte. Veranstalterin Strüber hat viele Händler persönlich ausgewählt und eingeladen. Schmuckdesignerin Melanie Roßner traf sie auf der Erlebnis- und Einkaufsmesse Infa. Ihre handgefertigten Colliers sind erschwingliche Einzelstücke, stilvoll, ein wenig edel und gleichzeitig topmodern und hip. Am Stand gegenüber verkaufen Limeng Lu und Noah Sun Prototypen aus ihrer Bio-Parfüm Serie „Another Beauty“. „Das Produkt war das Ergebnis meiner Bachelor-Arbeit im Studiengang Produktdesign“, erklärt Lu. Der außergewöhnliche Markt ist quasi ihr erster Schritt in die freie Wirtschaft. Damit sind die „Design-Werke“ auch ein Experimentierfeld, für Händler und Kunden gleichermaßen. Diesen Vorsprung gegenüber dem schnöden Einzelhandel macht das Marktkonzept aus. „Was wären wir ohne die schönen Dinge im Leben“, lächelt Besucherin Ulrike Hoppe. Sie hat heute Nachmittag bereits mehrfach zugeschlagen. Eine Halskette, eine Seife, eine Handtasche und ein gehäkelter Papagei wanderten in die Einkaufstasche. „Tolles Publikum, gute Kunden, alles gut“, freut sich Designerin Roßner über einen erfolgreichen Markttag.

Händler hoffen auf Fortsetzung

„Ich hätte gar nicht gedacht, dass es in Hannover so etwas gibt“, ist Holzbrillen-Verkäufer Christian Puzig beinahe erstaunt darüber, wie gut es läuft. Viele Händler hoffen am Ende des Tages bereits auf eine Fortsetzung auf dem Eilers-Gelände. Veranstalterin Strüber hat bereits Visionen für ein „Designachten“ in Ledeburg. „Die Halle ist unglaublich, ein Traum“, hofft sie auf einen langfristigen Umzug aus der Südstadt gen Norden. Eine Aussicht, über die sich auch der Handel vor Ort freuen dürfte.

Von Mario Moers

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