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Aus der Stadt So sicher sind Hannovers Hochhäuser
Hannover Aus der Stadt So sicher sind Hannovers Hochhäuser
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00:15 26.09.2017
Von Conrad von Meding
Der Berliner Intown gehören auch große Teile des Ihme-Zentrums. Quelle: Villegas
Hannover

400 Wohnungen sind am Donnerstagabend in einem Dortmunder Gebäude wegen Brandschutzmängeln kurzfristig evakuiert worden. Das Gebäude gehört einer Tochtergesellschaft der Berliner Intown, die in Hannover große Teile des Ihme-Zentrums und das alte Maritim-Gebäude gegenüber dem Rathaus besitzt. Drohen auch in Hannover Brandschutzprobleme?

Überprüfung erst im Sommer

„Das Ihme-Zentrum ist brandschutztechnisch erst im Frühsommer überprüft worden und technisch auf dem Stand“, sagt Verwalter Torsten Jaskuslki. Zusammen mit einem Brandgutachter und der Versicherung VGH sei man durch den Gebäudekomplex gegangen. Für Oktober sei ein weiterer Termin geplant. Im Vorgriff auf die aktuell geplanten Fassadenarbeiten habe sich ein Gutachter die Fassaden noch einmal gesondert angeschaut und keine Brandschutzproblematik festgestellt. Regelmäßig würden zudem Bereiche geräumt, in denen Mieter Müll abstellten, etwa Nischen in der Tiefgarage. „Wir achten sehr darauf, dass kein brennbares Material herumliegt“, sagt Jaskulski. Allerdings räumt er auf Nachfrage ein, dass die Möbel, die Intown aus dem Maritim-Hotel hat entfernen lassen, als dies zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert wurde, noch nicht restlos entfernt seien. Die Stadt hatte für das provisorische Möbellager in einem Büroareal des Ihme-Zentrums übergangsweise eine Genehmigung erteilt, die längst abgelaufen ist. „Die Matratzen und ähnliches Material sind entsorgt, es stehen jetzt nur noch Möbel im normalen Umfang einer Büronutzung herum, die in Kürze entfernt werden“, sagt Jaskulski.

Ehemalige Maritim-Grand-Hotel 

Er ist auch als Verwalter für das ehemalige Maritim-Grand-Hotel zuständig. Dort seien Sprinkleranlagen und Brandmelder installiert. Das Gebäude wird noch bis 2018 für Flüchtlinge genutzt, danach soll es wieder zum Hotel umgebaut werden.

Die Stadtverwaltung teilte gestern mit, dass sie die etwa 100 Hochhäuser im Stadtgebiet regelmäßig alle fünf Jahre prüfe. „Gravierende Mängel sind in den Gebäuden bisher nicht festgestellt worden“, sagt Sprecherin Michaela Steigerwald. Bei der Feuerwehr heißt es, bei regelmäßig stattfindenden Brandverhütungsschauen werde „auf verwendete Verkleidungen und Dämmmaterialien geachtet, wo dies zerstörungsfrei möglich“ sei.

Nach einem Hochhausbrand im Londoner Grenfell-Tower im Sommer 2017 hatten viele Kommunen Sonderbegehungen in Hochhausimmobilien angeordnet. In Duisburg, Wuppertal und jetzt auch in Dortmund kam es daraufhin zu kurzfristigen Evakuierungen. In Wuppertal und Dortmund ist die Intown-Gruppe Eigentümerin. Sie hält die Evakuierungen für überzogen und streitet mit der dortigen Stadtverwaltung.

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