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So sieht es in der neuen Leibniz-Bibliothek aus

Nach drei Jahren Umbau So sieht es in der neuen Leibniz-Bibliothek aus

Mehr als drei Jahre dauerten die Arbeiten, die insgesamt rund 11,2 Millionen Euro gekostet haben - 1,2 Millionen mehr als ursprünglich veranschlagt. Nun sind die Umbauten fast abgeschlossen. Ein Besuch in der neuen Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek.

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Vorgezogene Glaswände verschaffen der Leibniz-Bibliothek mehr Platz.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Die Putzkolonnen sind noch unterwegs, schrubben Heizkörper und polieren Glasvitrinen. Kurz vor der Wiedereröffnung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek bleibt auch für die Mitarbeiter noch viel zu tun. Montag verlegen sie die provisorisch in einem Anbau untergebrachte Leihstelle wieder ins Hauptgebäude, das so licht und modern wirkt wie kaum je zuvor. Breite Glasfronten geben nun den Blick auf einen Freihandbereich im Erdgeschoss mit rund 50.000 Bänden frei. „Es ist sehr hell und großzügig geworden. Und endlich sieht jeder von außen, dass wir hier eine Bibliothek haben“, lobt Direktorin Anne May, die anders als ihr Vorgänger Georg Ruppelt nicht zu überschwänglicher Begeisterung neigt.

Sanierung und Umbau haben sich länger als geplant hingezogen. Mehr als drei Jahre dauerten die Arbeiten, die insgesamt rund 11,2 Millionen Euro gekostet haben - 1,2 Millionen mehr als ursprünglich veranschlagt. „Es ist ein wirklich großer Gewinn, dass wir Beratung und Leihstelle jetzt im Erdgeschoss haben“, betont May. Rund um die Säulen im Foyer sind jetzt Sitzbänke oder Tische mit Laptops für kurze Recherchen angebracht. Auf die Leser warten deren bestellte Bücher zukünftig in einem Abholregal. Die Bibliotheksbesucher scannen Bücherstapel und Leseausweis selbst. „Wenn der Falsche sich ein Buch auszuleihen versucht, piept es“, erklärt May. Die Rückgabe der Bücher ist nun auch nachts über eine Klappe möglich.

Die Umbauten in der Leibniz-Bibliothek an der Waterloostraße sind fast abgeschlossen. Ein Rundgang über die Baustelle mit Direktorin Anne May.

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Die Umbauarbeiten haben der Bibliothek nicht zuletzt deutlich mehr Platz beschert. Glaswände ummanteln nun eine größere Fläche, die früher außen unter dem Vordach lag. Gleich rechts vom Eingang ist so ein heller Vortragssaal mit 199 Plätzen entstanden, gut klimatisiert und mit Aufnahmetechnik sowie Monitoren ausgestattet. Der alte Saal befand sich fensterlos mitten im Gebäude. Lüften ließ er sich kaum. „Er war ein dunkles Loch“, erinnert sich die Direktorin.

Mithilfe geschickter Beleuchtung haben die Architekten die Betonarchitektur der Bibliothek offensiv in Szene gesetzt. Die frei schwebende zentrale Treppe wurde wieder freigelegt, Säulen und Decken sind gereinigt und durch Licht in den Blick gerückt. In der ersten Etage ist ein flexibel nutzbarer Ausstellungsbereich entstanden. „Die Bibliothek hatte vorher keine Fläche, um ihre wertvollen Bestände zu zeigen“, erläutert May. Nun gibt es zwei begehbare Kuben, die beim Betreten erhellt werden. Dank neuer Klimatechnik herrschen in den Vitrinen die passende Temperatur und Luftfeuchtigkeit für Handschriften und alte Drucke.

Auch im Sonderlesesaal, in dem Forscher historische Karten oder Handschriften einsehen können, bestehen jetzt schonende klimatische Bedingungen für die wertvollen alten Bestände der Bibliothek. Und es gibt 21 Arbeitsplätze für Forscher - mehr Raum als zuvor, dazu eine kleine Cafeteria mit Automaten sowie verschiedene Sitzgruppen am Ausstellungsbereich.

Im zweiten Stock lassen sich Gruppenarbeitsräume sowie Studienkabinen für Forscher reservieren. Am wenigsten hat sich im normalen Lesesaal verändert, der allerdings neue Heizungen, Teppichboden und Schließfächer bekommen hat. May freut sich auf die Wiedereröffnung: „Wir sind gespannt, wie die Nutzer die Umgestaltung annehmen und welches die beliebten Zonen werden.“

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