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So stark ist die Superpumpe der Feuerwehr

Bekämpfung von Großbränden So stark ist die Superpumpe der Feuerwehr

Was tun bei einem Großbrand, wenn das Wasser aus den Hydranten nicht reicht? Auf dem Land greifen die Feuerwehrleute in so einem Fall zur tragbaren Pumpe, wuchten sie an einen Bach oder See und bedienen sich dort. In Hannover gibt es dieses Verfahren auch - allerdings in ganz anderen Dimensionen.

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Höher, schneller, weiter: Die Superpumpe beim Testeinsatz am Lindener Hafen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die hannoverschen Brandbekämpfer sind als eine der wenigen Wehren in Niedersachsen mit einem Pumpensystem ausgerüstet, mit dem große Wassermengen aus Teichen und Flüssen über lange Wege und sogar auf eine Höhe von bis zu 60 Metern nach oben gepumpt werden können. Beim Brand des spanischen Pavillons auf dem Expo-Gelände Anfang September kam das Gerät zuletzt zum Einsatz. „Das Wasser haben wir damals aus dem Teich beim Expo-Wal gezapft“, sagt Feuerwehrsprecher Andreas Hamann.

Die Feuerwehr Hannover testet ihre Superpumpe am Lindener Hafen. Das Pumpensystem kann Wasser aus Teichen oder Flüssen bis zu 60 Meter nach oben pumpen.

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Die Superpumpe der Berufsfeuerwehr ist auf einem Abrollbehälter montiert, der in der Feuerwache 4 gelagert wird. Im Ernstfall kann der Behälter in wenigen Augenblicken auf einen Transporter gezogen werden und zur Einsatzstelle aufbrechen. Auch am Brandort spart das System, das seit 2009 in Hannover im Einsatz ist, viel Zeit. Früher mussten, beim Großbrand der Gilde-Brauerei im Jahr 2000 zum Beispiel, mehrere kleine, im konkreten Fall waren es sechs, einzelne Schlauchleitungen vom Maschsee zur Hildesheimer Straße verlegt werden, damit die Einsatzkräfte die Flammen bekämpfen konnten.

„Pro Leitung war die Besatzung eines Einsatzfahrzeuges beschäftigt“, sagt Hamann. Das neue Pumpsystem kann in etwa 30 Minuten von drei Feuerwehrleuten einsatzbereit gemacht werden. Zunächst wird die schwimmende Tauchpumpe abgeladen. Sie wird von einem Volvo-Motor betrieben, der eine Leistung von 147 KW aufweist. Sechs Stunden kann der Motor laufen, bevor er wieder betankt werden muss. Dadurch kann die Pumpe bis zu 8000 Liter Wasser pro Minute zur Einsatzstelle bringen. Die Schläuche, durch die das Wasser gepumpt wird, haben einen Durchmesser von 15,2 Zentimetern und sind damit deutlich größer als die herkömmlichen Feuerwehrschläuche.

Der Abrollbehälter enthält insgesamt 1800 Meter dieses sogenannten F-Schlauchs. Ist die Pumpe über Armaturen und zwei kurze F-Schläuche an den Hauptschlauch angeschlossen und schwimmt im Wasser, kann der Wagen mit dem Abrollbehälter in Richtung Einsatzstelle fahren. Der Schlauch wickelt sich aus dem Container ab. „Das Fahrzeug kann bis zu 40 Stundenkilometern fahren und dabei noch den Schlauch abrollen“, sagt Feuerwehrsprecher Hamann.

Müssen die Einsatzkräfte das Wasser - wie beim Großfeuer am spanischen Pavillon - in große Höhen transportieren, wird das Schlauch an die Teleskopmastbühne der Berufsfeuerwehr angeschlossen. Die eingebaute Pumpe in diesem Fahrzeug kann den Druckverlust ausgleichen, der beim Transport des Wassers über weite Wege entsteht. Durch die Kombination der beiden Einsatzfahrzeuge reicht der Wasserstrahlvon der Teleskopmastbühne bis zu 80 Meter weit.

Die Superpumpe kommt allerdings nicht nur bei Großbränden in Hannover zum Einsatz. Auch im Katastrophenfall leistet sie den Feuerwehrleuten gute Dienste. Als die Elbe im Jahr 2013 über die Ufer trat, war die hannoversche Feuerwehr in Magdeburg im Einsatz. Die Helfer bauten die Pumpe in mehreren von Sandsäcken abgegrenzten Bereichen der Stadt auf und legte sie mit Hilfe der Pumpe vergleichsweise schnell wieder trocken.

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