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Aus der Stadt Hotelpreise steigen um 340 Prozent
Hannover Aus der Stadt Hotelpreise steigen um 340 Prozent
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00:15 25.02.2017
Mit Messeaufschlag: Spätestens zu den großen Messen wie der Cebit verdienen die Hotels in Hannover sehr gut – in der Nikolaistraße kostet ein Zimmer über 500 Euro. Quelle: HAZ-Collage (Foto: Kutter)
Hannover

Hannovers große Messen stehen bevor - prompt steigen die Hotelpreise wieder auf ein Vielfaches. Beim Buchungsportal HRS lag gestern der Top-Preis für eine Cebit-Nacht im Best-Western-Hotel in der Innenstadt bei 521 Euro. Nach Ermittlungen des Vergleichsportals Check24 liegen die Preise zur Messezeit um 341 Prozent über den Normalpreisen in Hannover - allen Bemühungen von Messe und Marketinggesellschaft zum Trotz, den Anstieg zu bremsen.

Fast alle Hotels sind zu den wichtigen Messen ausgebucht - dass dann die Preise für die verbliebenen Zimmer steigen, ist kein hannoversches Phänomen, sondern in allen Messestädten üblich. In diesem Jahr aber gibt es eine Besonderheit. Drei wichtige Hotels dienen derzeit als Flüchtlingsunterkünfte: das ehemalige Maritim Grand Hotel in der Innenstadt, der Kronsberger Hof in Bemerode und das Hotel 64 in Laatzen - alle drei entfallen für Messegäste. „Es stehen weniger Betten zur Verfügung als im vergangenen Jahr“, sagt Benjamin Wirtz von der Hannover Marketing- und Tourismus-Gesellschaft (HMTG). Da die Stadt aber unlängst den Bau von Hotels mit etwa 1000 zusätzlichen Betten in Hannover genehmigt hat, könne sich die Situation in den kommenden Jahren wieder entspannen.

Unterbringung teilweise in Bremen und Kassel

Fakt ist: Wer jetzt kurz vor Messeauftakt noch ein Hotelbett sucht, geht entweder leer aus oder muss mit Zimmerpreisen von bis zu 1000 Euro rechnen. Die Verfügbarkeit in Hannover geht gegen null. „In einem Radius von 50 Kilometern sind wir ausgebucht“, sagt HMTG-Mann Wirtz. Vor allem während der Hannover-Messe sehe es schlecht aus. Immerhin: „Private Zimmer stehen noch zur Verfügung - ab einem Preis von rund 60 Euro pro Nacht.“ Zum Teil würden die Messegäste in Bremen, Lüneburg, Kassel oder Göttingen untergebracht: „Dort zahlen sie dann normale Hotelpreise“, sagt Wirtz.

Die HMTG hat vor einigen Jahren mit der Deutschen Messe AG ein Bettenkontingent für Maximalpreise von rund 270 Euro pro Nacht zu Messezeiten in rund 40 Hotels gebucht. „Wir wollen damit den hohen Preisen entgegenwirken und auch kleineren Unternehmen die Chance geben, relativ preisgünstig in Messenähe unterzukommen“, sagt Wirtz. Die Preissituation habe sich in diesem Jahr zwar nicht dramatisch verschärft, aber auch nicht unbedingt entspannt.

"Große Anziehungskraft"

Grundsätzlich sei die hohe Nachfrage, die zu der starken Preissteigerung einer Hotelübernachtung führe, auch positiv zu bewerten. „Das bedeutet, dass die Messen nach wie vor große Anziehungskraft haben und gesund sind.“ Und wer früh buche, müsse auch zu Cebit-Zeiten nicht das Dreifache zahlen.

Auch Wolfgang Kossert von der Messe AG sieht in den Preisen schlicht das Ergebnis von Angebot und Nachfrage: „Man kann sich über das Geschäftsmodell der Unternehmen ärgern, aber da die aktuelle Nachfrage besonders groß ist, muss man das hinnehmen.“ Eine Mitarbeiterin habe allerdings recherchiert, dass es über das private Vermietungsportal Airbnb noch Zimmer für 80 Euro zu den Leitmessen gebe. „Grundsätzlich freut uns die große Nachfrage und das damit verbundene Wachstum zu den Messen natürlich“, betont Kossert. Zur Cebit werden stabile Besucherzahlen erwartet, auch die Hannover Messe werde den Prognosen nach 2017 mit rund 217 000 erwarteten Besuchern hervorragende Ergebnisse erzielen.

Von Susanna Bauch

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