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Aus der Stadt So viele Lehrer in Hannover wie selten
Hannover Aus der Stadt So viele Lehrer in Hannover wie selten
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21:19 23.08.2011
Von Astrid Fabricius
Die meisten Schulen sind so gut mit Lehrern ausgestattet wie selten zuvor. Quelle: dpa
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Hannover

Das habe auch mit dem Wegfall des 13. Jahrgangs am Gymnasium zu tun, es stehen mehr Lehrer zur Verfügung. „Aber das Land hätte natürlich mehr Stellen streichen können als jetzt geschehen“, sagt Kaienburg. Fast alle Schulen hätten mehr Lehrer bekommen als erwartet, bestätigt auch Wilhelm Bredthauer, Leiter der Goetheschule. Der Philologenverband spricht von einem landesweiten Trend.

In anderen Jahren mussten die Schulleiter meist schon zum Schulstart im Stundenplan verankern, dass es in dem einen oder anderen Fach nur gekürzten Unterricht gibt. Das passiert jetzt nur noch vereinzelt. Stattdessen herrscht eine komfortable Situation, die pädagogisch wünschenswerte Angebote möglich macht. An der Tellkampfschule können Arbeitsgemeinschaften wieder von Lehrern statt von Eltern oder freien Mitarbeitern geleitet werden. Zur individuellen Förderung der Kinder unterrichten stundenweise zwei Lehrer Deutsch oder Mathe in den unteren Jahrgängen. Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium (KWR) kann zusätzlichen Förderunterricht anbieten. Auch der längerfristige Ausfall erkrankter Lehrer kann, wie jetzt akut an der Ricarda-Huch-Schule, aktuell besser aufgefangen werden. Ob das im Laufe des Schuljahres weiter trägt, bleibt abzuwarten.

Das KWR nutzt die Zusatzstunden bereits, damit Lehrer Überstunden abbauen, die sie in den vergangenen Jahren ansammeln mussten. Alle Lehrer unter 50 Jahren hatten zehn Jahre lang verpflichtend Überstunden geleistet. Am Gymnasium zum Beispiel unterrichteten die Pädagogen 25,5 statt 23,5 Stunden pro Woche. Die verordnete Mehrarbeit endete jetzt. Nächstes Schuljahr darf das Gros der Lehrer landesweit beginnen, die Überstunden abzubummeln. „Es gibt einen immensen Bedarf. Deshalb ist es klug, dass das Land vorbeugt und geeignete Bewerber schon jetzt einstellt, um die dann zu erwartenden Ausfälle abzupuffern“, sagt Bredthauer von der Goetheschule.

Im kommenden Schuljahr dürfte die gute Lehrerversorgung also womöglich wieder abschmelzen. Das Land habe über Bedarf eingestellt, auch um auf die Pensionierungswelle im kommenden Jahr gut vorbereitet zu sein, heißt es dazu aus dem Kultusministerium. An den allgemeinbildenden Schulen liege die Unterrichtsversorgung jetzt grundsätzlich über 100 Prozent. Ob das im folgenden Schuljahr gehalten werden könne, hänge auch davon ab, welche Form des Ausgleichs die Lehrer für ihr Guthaben auf den Arbeitszeitkonten wählen.

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