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So will Hannover künftig gegen Trinker vorgehen

Neues Sicherheitskonzept So will Hannover künftig gegen Trinker vorgehen

Die Stadt Hannover will stärker gegen die Trinkerszene am Raschplatz vorgehen. Helfen soll ein neues Sicherheitskonzept, das Ende Mai fertig sein soll. Eine Sofortmaßnahme läuft bereits: Zwei Sicherheitsleute patrouillieren täglich zwischen 13 und 20 Uhr. Kostenpunkt: 100.000 Euro jährlich.

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Trinkerszene am Raschplatz.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Die Stadt hat ein umfangreichen Sicherheits- und Ordnungskonzept gegen Trinker, Pöbler und Bettler am Raschplatz und in dessen näherer Umgebung erarbeitet. Eckpunkte davon: tägliche Patrouillen eines Sicherheitsdienstes und – wie berichtet – die Einrichtung eines sogenannten Trinkerraums.

Das Konzept soll Ende Mai dem Rat vorgelegt werden, kündigte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) am Donnerstag in der Ratsversammlung an. „Die Sicherheit am Raschplatz ist ein Dauerthema, das die Stadtverwaltung hoch auf ihre Agenda gesetzt hat“, sagte Schostok auf eine Anfrage der CDU. Das in Abstimmung mit Polizei, sozialen Einrichtungen und der City-Gemeinschaft erarbeitete Konzept sieht vor, die Kontrollen am Raschplatz und auf den umliegenden Plätzen erheblich zu erhöhen.

Der Raschplatz in Hannovers Innenstadt ist als Treffpunkt für Alkoholkonsum bekannt. Das hinterlässt dort seine Spuren. Ein Besuch.

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Man führe bereits Gespräche mit der Grundstücksgesellschaft HRG, die die Präsenzzeiten des Sicherheitspersonals beauftragen müsse, sagte Schostok.  Außerdem soll der Trinkerszene ein Raum angeboten werden, in dem niedrigprozentiger Alkohol getrunken werden kann. So sollen Ansammlungen von Trinkern auf den Plätzen wenigstens eingedämmt, bestenfalls vermieden werden. Als weiterer Teil des Konzeptes sollen mehr Sozialarbeiter zur Betreuung und Beratung eingesetzt werden.

Wie berichtet, kommt der Raschplatz seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe. Die Trinker auf der Freitreppe, Pöbeleien, Dreck und Drogen dominieren das Bild. Versuche,  die Freifläche mit Open-Air-Konzerten zu beleben, sind gescheitert. Viele, die den Raschplatz als Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Lister Meile nutzen, fühlen sich unwohl und bedroht. Der Druck auf die Stadt, hier für Verbesserungen zu sorgen, wurde am 22. März noch einmal erheblich größer, als innerhalb einer Nacht am Andreas-Hermes-Platz auf der anderen Seite der Raschplatz-Hochstraße  ein Mann erschossen und vor einem Aufgang zum Kino ein 41-jähriger Obdachloser von einem Angreifer mit einem Pflasterstein lebensgefährlich verletzt wurde.

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Als eine Sofortmaßnahme hat die Stadt einen privaten Sicherheitsdienst engagiert, der seit dem 7. April am Andreas-Hermes-Platz und am Weißekreuzplatz patrouilliert. „Das zeigt, dass wir schon jetzt aktiv sind und handeln“, sagte Schostok. 100 000 Euro betragen die jährlichen Kosten für die Sicherheitsleute, die zwischen 13 und 20 Uhr für Ordnung sorgen sollen. „Die ersten Erfahrungen, die wir mit dieser Maßnahme gemacht haben, sind positiv“, sagte Schostok. So würden einfache Regelungen eingehalten, und die Anwohner fühlten sich sicherer. Zudem sei der Sicherheitsdienst auch Ansprechpartner für die Gewerbetreibenden und Passanten.

Die Stadt hätte schon viel früher tätig werden müssen, kritisiert unterdessen die CDU. „Die Situation am Raschplatz sei seit Längerem ein Ärgernis und wird von den Bürgern als unangenehm und bedrohlich empfunden, sagte Jens Seidel, Vorsitzender der Unionsfraktion.

Von Linda Tonn

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