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So will die CDU gegen die Parkplatznot vorgehen

Vorschläge für dicht besiedelte Stadtteile So will die CDU gegen die Parkplatznot vorgehen

Parkplätze sind in dicht besiedelten Stadtteilen wie Linden oder der List Mangelware. Die CDU hat im Rat ein Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, um die Parkplatznot zu lindern. Der ADAC glaubt, dass das Problem nur durch weniger Autos zu lösen sei - dabei steigt die Zahl der Fahrzeuge weiter an.

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Alles vollgestellt: Straßenränder in Hannovers Oststadt.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Mehr Tiefgaragen in den Stadtteilen, Computerprogramme, die freie Parkplätze anzeigen, und ein besseres Parkleitsystem für die City - die CDU im Rat schlägt ein Bündel von Maßnahmen vor, um die Parkplatznot in den innenstadtnahen Vierteln zu lindern. „Das Problem kann nicht mit Knöllchen allein gelöst werden“, sagt CDU-Verkehrspolitiker Felix Blaschzyk. Damit spielt er auf eine Idee der Grünen im Bezirk Mitte an, mehr Politessen einzustellen, um Parksünder zu erfassen.

Tatsächlich sind Gehwege und Straßeneinmündungen in dicht besiedelten Vierteln wie Südstadt, List und Linden oft zugeparkt. Auch im innenstadtnahen Nikolaiviertel klagen Anwohner noch immer über zugestellte Kreuzungen, insbesondere in den Abendstunden. Die Grünen in Mitte regen an, ein zusätzliches Team von Politessen zu bilden, das sich um solche Brennpunkte kümmert. Die erhöhten Personalkosten würden durch die Knöllchen-Einnahmen bei weitem gedeckt, argumentieren die Grünen.

CDU setzt auf Quartiersgaragen

Die CDU will einen anderen Weg gehen. „Wir brauchen eine Vielzahl von Maßnahmen“, sagt Blaschzyk. Die Stadtverwaltung solle prüfen, in wieweit neue Parkplatz-Apps, also Programme auf dem Smartphone, die Suche nach Stellflächen erleichtern. Möglicherweise könne ein Programm zusammen mit Volkswagen Nutzfahrzeuge entwickelt werden. Zudem setzt die CDU auf sogenannte Quartiersgaragen, also Parkhäuser in Stadtteilen. „Bei Neubauten sollten sogleich Tiefgaragen eingerichtet werden, die auch Stadtteilbewohner nutzen können“, sagt Blaschzyk.

Des weiteren schlägt er vor, mehr Parkmöglichkeiten in den Außenbezirken zu schaffen, möglichst in der Nähe von Stadtbahnhaltestellen. Auf den Parkflächen könnten auch Fahrräder zum Verleih angeboten werden. „In die Gebühren für den Parkplatz sollten ein Üstra-Ticket und ein Gutschein für den Fahrradverleih inbegriffen sein“, sagt der CDU-Mann. Autofahrern, die in die City wollen, könne auf diese Weise der Umstieg auf andere Verkehrsmittel erleichtert werden.

Elf Prozent mehr Autos seit 2008

Der ADAC glaubt, dass die Parkplatznot langfristig nur dadurch gemildert werden könne, dass weniger Autos auf den Straßen kurven. „Innenstadtbewohner werden sich künftig Fahrzeuge teilen oder gar kein Auto mehr besitzen“, sagt ADAC-Sprecherin Christine Rettig. Kurzfristig helfe nur, mehr Parkplätze in den Randbereichen der Stadt zu schaffen.

In Hannover hat die Zahl der Autos in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwischen 2008 und 2016 ist nach Angaben der Stadtverwaltung die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge um mehr als 22.000 angestiegen, ein Zuwachs um elf Prozent.

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