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So wird Leben retten kinderleicht

Kinder-Uni So wird Leben retten kinderleicht

Bei der Kinder-Uni startet das Semester mit einem Wiederbelebungskurs. Dort wird den jungen Zuhörern gezeigt, dass Lebenretten kinderleicht ist.

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Michael Sasse übt mit Anna (8, von links), Philipp (6) und Nico (7) die Herzmassage.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. „Die Arme steif wie ein Stock, und dann fest drücken“, erklärt Michael Sasse, leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Beim ersten Anlauf braucht Nico noch ein paar Anweisungen, doch dann klappt die Wiederbelebung. „Gar nicht anstrengend“, sagt der Siebenjährige, der zusammen mit Anna (8) und Philipp (6) als Erstes an einer Puppe üben durfte. „Erst mussten wir laut klatschen oder kneifen, damit wir wissen, ob der Mensch wirklich Hilfe braucht“, erklärt Philipp, was er bei der Kinder-Uni gelernt hat. „Dann 112 anrufen“, ergänzt seine Schwester Anna. Dann 30-mal schnell mit den Händen auf das Brustbein drücken. „Fünf Zentimeter tief - das ist ganz schön viel“, sagt sie. Dann zwei mal beatmen - bis der Notarzt kommt.

„Ihr macht das wie echte Profis - das müsst ihr euren Eltern beibringen“, sagt Sasse, der an der MHH rund 200 Jungen und Mädchen gezeigt hat, dass Lebenretten kinderleicht ist. „Würde jedes Schulkind das lernen, dann könnten in Deutschland jährlich 10 000 Menschen gerettet werden“, sagt er. Das hat auch Anna überzeugt, die zunächst nicht ganz so begeistert von der Vorstellung war, fremden Menschen mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung zu helfen. „Bei meiner Familie ist das nicht schlimm, aber bei Leuten, die ich nicht kenne, ist das schon ein bisschen ekelig“, gesteht sie. Dennoch würde sie es im Ernstfall versuchen, da ist sie sich sicher. „Es sterben viel zu viele Menschen auf der Welt - wenn ich nicht helfe sind es ja noch mehr.“

Von Lisa Malecha

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