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So wohnt Hannover

Gut, grün, günstig So wohnt Hannover

Hannovers Einwohnerzahl ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, zugleich weisen die familiären Lebensverhältnisse von Stadtteil zu Stadtteil erhebliche Unterschiede auf. Das zeigen zwei statistische Berichte, die die Stadt Hannover am Freitag veröffentlicht hat.

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Die Silhouette der Stadt Hannover mit der Kuppel vom Neuen Rathaus.

Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. In dem einen Bericht untersuchen die städtischen Statistiker demografische Tendenzen sowie wirtschaftliche, verkehrliche, touristische, kulturelle und finanzielle Entwicklungen Hannovers im Vergleich zu 14 anderen Großstädten. Die repräsentative Erhebung unter Hannovers Familien zeigt unter anderem, in welchen Stadtteilen viele arme Familien wohnen, aus welchen Vierteln die wenigsten Menschen wegziehen wollen und was sich Familien von ihren Kitas im Viertel wünschen.

In den Jahren 2011 bis 2013 wuchs die Bevölkerung Hannovers um 8900 Menschen, das ist ein Anstieg um rund 1,7 Prozent. Zu verdanken ist dies allein der Zuwanderung, denn ansonsten sterben in der Landeshauptstadt pro Jahr mehr Menschen, als geboren werden. Generell belegt Hannover im Städtevergleich in der Regel mittlere bis untere Plätze, was nicht immer negativ sein muss: Über vergleichsweise geringe Mieten oder Eigenheimpreise wird sich niemand beklagen.

Einen Rekord wissen die Einwohner ebenfalls zu schätzen: Hannover ist zwar die flächenmäßig zweitkleinste deutsche Großstadt nach Nürnberg, hat aber mit mehr als 11 Prozent den höchsten Grünflächenanteil. Außerdem sind die Hannoveraner kulturbeflissen. Nur in Dresden und München gehen bezogen auf die Bevölkerungszahl mehr Menschen ins Theater, nur in Nürnberg und München gibt es mehr Volkshochschulkurse.

Familien: Rein auf Hannover fokussiert ist der Familienbericht. Noch immer leben in Stadtteilen wie Mühlenberg, Hainholz, Sahlkamp und Stöcken mehr ärmere Familien als etwa in Isernhagen-Süd, dem Zooviertel oder in der Oststadt. Das zeigt die neueste repräsentative Familien-Erhebung der Stadt. So muss mehr als die Hälfte der Familien in Mühlenberg mit weniger als 2000 Euro im Monat auskommen. Im Zooviertel verfügen mehr als die Hälfte der Familien über ein Haushaltseinkommen von 4000 Euro und mehr.

Bildung: Beim Bildungsgrad ist Vahrenheide Schlusslicht. In 36 Prozent der Familien ist der beste Abschluss unter den Familienmitgliedern ein Realschulabschluss, 13 Prozent haben keinen oder einen Hauptschulabschluss. In Wettbergen liegt der Anteil der Familienmitglieder mit Reifezeugnis am höchsten.

Treue zum Viertel: Zwar wohnen im Sahlkamp viele Familien mit geringem Einkommen, doch der Stadtteil scheint ihnen zu gefallen. Nur ein Viertel der Familien trägt sich mit dem Gedanken, mittel- bis langfristig umzuziehen - deutlich weniger als im städtischen Durchschnitt. In der Oststadt dagegen überlegt fast die Hälfte der Familien, den Stadtteil zu verlassen. Am wohlsten scheinen sich Familien in Wülferode zu fühlen, dort erwägen nur 6 Prozent einen Umzug.

Kinderbetreuung: Bei der Frage nach den Erfordernissen einer „Wunschkita“ haben die Statistiker überraschende Antworten bekommen. So wünschen sich 91 Prozent der Familien in Vahrenheide, dass ihre Kinder gut auf die Grundschule vorbereitet werden. Ähnlich hoch rangiert der Wunsch bei den Familien im Sahlkamp. Schulische Vorbereitung ist den Zooviertel-Bewohnern nicht so wichtig, sie verlangen vielmehr, dass ihre Kinder in der Kita vielfältige kulturelle Angebote bekommen (85 Prozent).

Von Andreas Schinkel und Bernd Haase

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