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Wird der Cityring verengt?

Bauvorhaben sorgt für Streit Wird der Cityring verengt?

Vor dem Friedrichswall soll pro Fahrtrichtung jeweils eine Fahrspur für Autos wegfallen - das sieht zumindest der Etatentwurf für die nächsten Jahre vor. Betroffen ist zunächst der Abschnitt zwischen Aegidientorplatz und Friederikenplatz.

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Noch fließt der Verkehr: Vor dem Friedrichswall soll pro Fahrtrichtung jeweils eine Fahrspur für Autos wegfallen. 

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Sollen auf dem Cityring Fahrspuren entfallen? Jahrelang ist das umstrittene Bauvorhaben verschoben worden - jetzt sollen die Planungen konkret beginnen. So steht es im neuen Doppelhaushalt für die Jahre 2017 und 2018, den die Stadtspitze Mitte November vorlegen wird. Betroffen ist zunächst der Abschnitt zwischen Aegidientorplatz und Friederikenplatz. Dort soll sich der Cityring um jeweils eine Fahrspur in jede Richtung verringern. Später soll der Rückbau weiter bis zum Königsworther Platz geführt werden. Im Gegensatz zu den Haushaltsplänen vergangener Jahre, in denen die Cityring-Verengung nur als mittelfristiges Projekt verankert wurde, berücksichtigt der neue Haushaltsentwurf nun eine konkrete Umsetzung.

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Soll der Cityring für Autofahrer verengt werden?

Das Millionenprojekt wird zur ersten Zerreißprobe für das geplante Ampel-Bündnis zwischen SPD, Grünen und FDP im Rat. „Einem Straßenrückbau werden wir nicht zustimmen“, betont Hannovers FDP-Chef Patrick Döring. In den kommenden Tagen wollen sich die Vertreter der drei Parteien an einen Tisch setzen und über Eckpunkte ihrer Zusammenarbeit sprechen, vor allem über den Haushalt. Die Grünen befürworten den Wegfall der Fahrspuren, in der SPD ist das Thema umstritten.

FDP will Rückbau nicht zustimmen

Die Verengung des Cityrings geht auf den Innenstadtdialog City 2020 zurück. Mit dem Rückbau der Spuren soll Platz gewonnen werden für Fußgänger und Radfahrer - und am Leineufer möglicherweise auch für Neubauprojekte. Ein Verkehrsgutachten ist zu dem Schluss gekommen, dass der Cityring die Verengung verkraftet.

Allerdings steht das Vorhaben nach Abschluss des Stadtdialogs in der Kritik, auch in der SPD. Kämmerer Marc Hansmann (SPD) riet der SPD-Ratsfraktion vor fünf Jahren, davon abzusehen. Wenn man einen Millionenbetrag in die Verengung intakter Straßen investiere, müsse auf die Sanierung beschädigter Fahrbahnen verzichtet werden, sagte Hansmann damals. Die Grünen hielten an dem Vorhaben fest, weil sie sich mehr Raum für Radfahrer versprachen. CDU und FDP bezweifeln, dass der Verkehr ungehindert fließen wird, wenn Fahrspuren fehlten. Beide Parteien interpretierten das Vorhaben als Affront gegen Autofahrer.

Die FDP will sich mit Nachdruck gegen die Pläne stemmen. Bei Teilen der SPD rennt die FDP offene Türen ein. Dem Vernehmen nach sind weder Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) noch SPD-Stadtchef Alptekin Kirci begeistert von dem Projekt. Treibende Kraft ist vielmehr Baudezernent Uwe Bodemann. In einem Interview erklärte er vor einiger Zeit, dass „die Verkehrsanlagen des Cityrings zwischen den Kreuzungen Goethestraße und Aegidientorplatz für heutige und künftige Verkehrsaufkommen überdimensioniert sind“. Zudem wolle man vor dem Rathaus und am Leineufer der Altstadt zu „deutlichen städtebaulichen Verbesserungen“ kommen.

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