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Aus der Stadt Somalier muss 6 Jahre ins Gefängnis
Hannover Aus der Stadt Somalier muss 6 Jahre ins Gefängnis
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22:49 25.11.2016
Im Gespräch: Abdirashid M. und sein Verteidiger Philipp Kaiser. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch bewertete den Angriff als versuchten Totschlag mit schwerer Körperverletzung und verurteilte den Somalier am Donnerstag vor dem Landgericht zu der Haftstrafe. Den Versuch des Angeklagten, den Angriff als Notwehr darzustellen, bezeichnete Rosenbusch als Schutzbehauptung.
M. war am frühen Morgen des 25. Juli in einer Misburger Flüchtlingsunterkunft mit einem 21-Jährigen in Streit geraten, weil dieser sich durch ein Telefonat von M. gestört fühlte.

Im Laufe der Auseinandersetzung griff M. den Kontrahenten mit einem Messer an und stach ihm zwischen Augenbraue und Nasenbein ins Gesicht. Dabei brach die Klinge ab – und wurde bei einer Untersuchung vor Ort nicht entdeckt. Erst in der Medizinischen Hochschule sahen die Ärzte auf einem Röntgenbild, dass dem Opfer eine gut acht Zentimeter lange Klinge im Schädel steckte.

Sie konnten die Klinge entfernen, ohne dass bleibende Schäden zurückblieben. Doch manchmal empfinde er noch Schmerzen am Auge, hatte der junge Somalier vor Gericht ausgesagt. Rechtsmediziner Thomas Rothämel, der zu Beginn des Prozesses als Zeuge ausgesagt hatte, bestätigte, dass der Mann großes Glück gehabt hätte. „Der Stich war potenziell lebensbedrohlich.“

Der Angeklagte M., der nur schlecht Deutsch spricht, versuchte sich herauszureden. Er habe eine schlimme Zeit in Italien verbracht. Mit dem 21-Jährigen gab es öfter Streit. Und schließlich hätte dieser ihn zuerst angegriffen und mit einer Bratpfanne geschlagen. Dafür fand Richter Rosenbusch jedoch keine Beweise und ging nicht auf den Antrag des Verteidigers auf Freispruch ein.     

Von Isabel Christian

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